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    Das Cover zur neuseeländischen Horror-Komödie Deathgasm ist mit zig Presse-Zitaten zugekleistert. „Absolutes Must-See“, „Es gibt nichts Besseres“, „Wahnwitzige Spaßgranate“ heißt es da unter anderem. Also wirklich ein Film, der z.B. „Shaun of the Dead“ oder „Dead Snow“ Konkurrenz machen kann?

    deathgasm_cover

    (c) Tiberius Film
    Laufzeit: 82 Minuten
    ab 04.02.2016 im Handel
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    Metalheads und Dämonen
    Metalfan Brodie wird wegen der Gefängnisstrafe seiner Mutter zu seinem Onkel abgeschoben. Der ist nicht nur erzkonservativ und hat deshalb Probleme mit Brodie, das Städtchen, in dem er lebt, ist einfach nur öde. Zum Glück lernt Brodie Zakk kennen, einen Schulabbrecher, der ebenfalls auf Metal steht. Zusammen mit zwei Nerds gründen sie die Metal-Band „Deathgasm“.
    Wenig später finden sie die Noten zu einer schwarzen Hymne und spielen diese. Das erweist sich als verhängnisvoller Fehler, denn plötzlich verwandeln sich die Stadtbewohner in blutrünstige Dämonen. Können Brodie und seine Freunde sie aufhalten?

    Zu Beginn erzählt Deathgasm die übliche Geschichte vom Highschool-Außenseiter, der sich mit ein paar Freunden zusammentut. Dabei werden einige Metal-Klischees durch den Kakao gezogen und (meist reichlich platte) Pennäler-Witze gerissen, ansonsten ist das erste Drittel des Films ein eher müder Aufgalopp.

    Mit Auftauchen der Dämonen ändert sich das dann. Man sieht, das Regisseur Jason Lei Howden seine Meriten bislang im Bereich Visual Effects (u.a. bei Der Hobbit-Trilogie) gesammelt hat. Zwar erkennt man auch das niedrige Budget, aber Splatter-Fans kommen durchaus auf ihre Kosten und die Abtrennung diverser Körperteile ist blutig und durchaus überzeugend gelungen.
    Die Handlung bleibt eher platt, der Humor ist von der derben Sorte, man muss sich schon auf das Niveau herablassen können, um Spaß an der Sache zu haben. Zum Ende hin wartet die Geschichte immerhin mit der einen oder anderen kleinen Überraschung auf, nach weniger als 90 Minuten ist das blutige Gemetzel dann auch schon zu ende. Die Schauspieler machen ihre Sache weitgehend ordentlich, abgesehen davon, dass die Hauptdarstellerin deutlich zu alt ist, um ihr noch das Teenie-Girl abzunehmen.

    Ob man Deathgasm zum Schreien komisch oder einfach nur doof findet, hängt wohl ganz von der eigenen Gemütsverfassung und der Gesellschaft beim Filmgucken ab. Als Partyfilm ist der Streifen gerade für Splatter- und Metalfans sicher einen Blick wert, aber es gibt einige Horror-Komödien die definitiv mehr zu bieten haben, von daher sollte man seine Erwartungen ob der genannten Pressezitate nicht zu hoch hängen.

    Fazit

    Je nach Gemütslage kann man Deathgasm zum Schieflachen oder einfach nur doof finden. Splatter-Fans werden jedoch ordentlich unterhalten und wer in passender Stimmung ist, den wird auch das überwiegend arg infantile Niveau der Witze nicht stören. Zum ganz großen Wurf im Horror-Komödienfach reicht es dann aber doch nicht.

    Wertung


    Pro

    • gute Splatter-Effekte
    • ein paar nette Gags

    Contra

    • Story platt
    • Gags meist noch platter

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 2.Feb.2016 874 x gelesen