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    Fast zwölf Jahre suchten Brian Klugman und Lee Sternthal nach Geldgebern, um ihr Drehbuch „Der Dieb der Worte“ (original schlicht „The Words“) zu verfilmen. Es gestaltete sich aber schwierig, jemanden für die verschachtelte Geschichte zu begeistern. Erst der Aufstieg von Bradley Cooper (Hangover), langjähriger Freund von Klugman und Fan des Drehbuchs, brachte schließlich den Durchbruch. Mit ihm in der Hauptrolle und als Executive Producer kam der Film im Mai endlich in die Kinos und nun auf DVD.

    derdiebderworte

    (c) Universum Film
    Laufzeit: 104 Minuten
    ab 18.10.2003 im Handel
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    Ein Autor erzählt von einem Autor
    Clay Hammond (Dennis Quaid) ist ein erfolgreicher Autor und liest aus seinem neuen Buch „The Words“. Darin geht es um den jungen Autor Rory Jansen (Bradley Cooper), der über Jahre verzweifelt versucht, einen Verlag zu finden, bis er eines Tages in einer alten Tasche ein Manuskript findet, das ihn sofort fesselt. Er gibt es als sein eigenes Werk aus und steigt zum Starautor auf. Das Leben scheint wunderbar, bis ein alter Mann (Jeremy Irons) auftaucht, der Rorys Geheimnis kennt.

    Der Dieb der Worte erzählt eigentlich gleich drei Geschichten auf einmal. Da ist Hammond, der Bestseller-Autor, der auf der Lesung eine geheimnisvolle junge Frau kennenlernt, die alles über ihn zu wissen scheint. In der Lesung erzählt er uns zuerst die Geschichte von Rory und dann die des alten Mannes, ehe er wieder zu Rory springt.

    Während nicht lange verborgen bleibt, wer der alte Mann ist (man kann es sich auch denken), bleibt lange im Dunkeln, was er will. Vor allem aber bleibt rätselhaft, warum uns die Geschichte von Hammond erzählt wird. So viel: 100% aufgeklärt wird das auch am Ende nicht, es lassen sich Vermutungen anstellen, aber eindeutige Aussagen gibt es nicht, sodass man sich nach dem Film weiter Gedanken machen kann.

    Das ist es dann auch, was viele dem Film vorwerfen. Wer eine einfache Geschichte sucht, dem ist das Dreischichtenmodell dieses Streifens wohl zu anstrengend. Feuilletonisten, die ein wirklich anspruchsvolles, philosophisches Drama schätzen, werden die einzelnen Fäden womöglich wieder zu simpel und klischeebeladen erscheinen.

    Dennoch bietet der Film eine als Gesamtwerk betrachtet durchaus überzeugende Handlung und gute Darstellerleistungen, wobei Jeremy Irons besonders hervorzuheben ist.

    Fazit

    Der Dieb der Worte ist ein Film, der polarisiert, wie diverse andere Kritiken zeigen. Unbestritten bietet aber vor allem Jeremy Irons eine hervorragende Darstellerleistung. Man sollte nur sein Anspruchsdenken nicht zu hoch hängen, dann wird man dezent anspruchsvoll und gut unterhalten.

    Wertung


    Pro

    • interessant verschachtelte Handlungs
    • herausragender Jeremy Irons

    Contra

    • einzelne Handlunggsfäden zum Teil etwas klischeehaft

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme
    von Jörg Benne 8.Okt.2013 1.692 x gelesen