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Viele Animationsfilme haben sie: Die witzigen Nebenfiguren, die den Helden manchmal regelrecht die Schau stehlen. Scrat aus Ice Age und vor allem die Minions aus Ich, einfach unverbesserlich sind da zu nennen – und auch die Pinguin-Agententruppe, die die Madagascar-Filme aufpeppte. Noch bevor die Minions ihren eigenen Spielfilm bekommen, dürfen nun die Pinguine abendfüllend ran. Ist die Mission ein Erfolg?

pinguine

(c) 20th Century Fox
Regie: Eric Darnell, Simon J. Smith
Laufzeit: 88 Minuten
ab 26.03.2015 im Handel
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Rachsüchtiger Oktopus
Am zehnten Geburtstag von Private, dem Maskottchen der Pinguin-Truppe, bricht das Quartett in Fort Knox ein. Dort tappen sie in eine Falle von Dave (woher auch immer der wissen konnte, dass sie dort einbrechen würden), einem Octopus, der Pinguine hasst, weil die Menschen sie in allen Zoos so niedlich fanden, dass er von einem Aquarium zum nächsten abgeschoben wurde. Nun tarnt sich Dave als Wissenschaftler, hat sich eine Supermaschine gebaut und will Rache. Doch die Pinguine durchkreuzen seinen Plan zunächst, auch dank der Hilfe von Nordwind, einem anderen tierischen Agentenquartett. Dave hat allerdings noch ein As im Ärmel.

Die völlig abstruse Geschichte ist schon von Beginn an ein Gradmesser für das, was man hier geboten bekommt: Absurde Albernheiten am Fließband, bei denen Kinder zwar lachen können, Erwachsene aber immer öfter mit den Augen rollen, nicht zuletzt weil viele Running Gags bis zum Erbrechen wiederholt werden. Dabei beginnt der Film recht vielversprechend in der Antarktis, zeigt uns, wie die Chaotentruppe zusammenfand.

Doch anschließend gerät die Mission zunehmend in Gefahr, weil den Machern nichts einfiel, außer einer Aneinanderreihung von Actionszenen, die immer nach dem gleichen Schema ablaufen: Skipper gibt Kommandos, Kowalski analysiert die Lage, Rico verschluckt alles oder würgt irgendwas hoch und Private wird mal wieder nicht ernst genommen. Letzteres wird in der ersten Hälfte dermaßen überbetont, dass vollkommen klar ist, wie es in der zweiten Hälfte weitergehen wird. Frischen Wind hätte (passend zum Namen) vielleicht die zweite Agententruppe bringen können, aber im Grunde ist das Schema hier genau das gleiche, die vier Mitglieder haben auch ihre Spezialaufgaben und ihre Running Gags und alles wiederholt sich.

So dümpelt der Film trotz rasanter (und sinnfreier) Ortswechsel trotzdem recht müde dahin, klaut dann auch noch schamlos bei „Ich, einfach unverbesserlich 2“ (Stichwort: Monster-Minions) und wenn man sich nach dem Film in den Extras der DVD die besten Gags der Pinguine aus den früheren Madagascar-Filmen anschaut, merkt man, dass die Pinguine vielleicht früher schlechter aussahen, aber allemal lustiger waren.
Wer Tiere als Geheimagenten sehen möchte, schaut sich besser „Bolt“ oder „G-Force“ an, die haben allemal mehr Spaß zu bieten. Die Mission der Pinguine, abendfüllend zu unterhalten, ist hingegen teilweise ein Fehlschlag, zumindest wenn es darum geht, nicht nur das jüngere Publikum, sondern auch deren Eltern zu begeistern.

Fazit

Nicht jede Nebenfigur taugt für eine tragende Hauptrolle. So kultig das Pinguin-Quartett auch in den Madagascar-Filmen war, hier nutzt sich die immer gleiche Rollenverteilung schnell ab. Dazu setzen die Macher zu oft auf dumpfe, sich wiederholende Albernheiten statt auf hintergründigen Witz. Für Kinder wegen der Rasanz noch ganz spaßig, Erwachsene werden aber nur mäßig unterhalten.

Wertung


Pro

  • technisch einwandfrei
  • einige wenige gelungene Gags

Contra

  • platte Albernheiten statt hintergründiger Witz
  • Running Gags widerholen sich dauernd
  • Figuren eindimensional und mit wenig Entwicklung
  • Hauptgeschichte einfallslos
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Kategorien: Fantasy, Filme
von Jörg Benne 16.Mrz.2015 2.237 x gelesen