Werbung

Registrieren Anmelden

Die Legende von General Yang Ye und seinen Söhnen ist in China sehr bekannt und wurde bereits mehrmals verfilmt. Auch wenn sie auf echten Persönlichkeiten und wahren Begebenheiten im Jahr 986 AD beruht, nimmt man es dabei historisch nicht so genau, so auch bei der aktuellen Verfilmung „Die Söhne des Generals Yang“ – aber das tut der Unterhaltung keinen Abbruch.

generalyang_cover

(c) Universal Pictures
Laufzeit: 102 Minuten
ab 03.04.2014 im Handel
Bei Amazon bestellen

Sieben hin, sechs zurück
Der berühmte General Yang kämpft an der Front gegen die Truppen der Khitan, als er in einen Hinterhalt des gegnerischen Kriegsherrn gerät. Verraten von seinem Oberbefehlshaber gelingt ihm die Flucht zum Wolfsberg, wo er sich verschanzt. Seine Frau bittet beim Kaiser um die Erlaubnis, die sieben Söhne des Generals mit einer kleinen Truppe auszusenden, um Yang nach Hause zu holen, obwohl ein Seher ihr auf die Frage nach dem Ausgang eines solchen Unternehmens antwortete: „Sieben hin, sechs zurück.“
Die Brüder ziehen los und schlagen sich bis zu ihrem Vater durch, doch das erweist sich als kalkulierte Falle. Der Khitan-Kriegsherr, dessen Vater einst von General Yang getötet wurde, will Yang und all seine Söhne tot sehen.

Der Einstieg fällt – wie so oft bei Eastern – etwas schwer, was einerseits an den komplizierten bzw. sich sehr ähnelnden Namen liegt, andererseits daran, dass keine Rücksicht auf die unwissenden Westler genommen wird, die mit der historischen Einordnung des „Wer gegen wen und warum?“ alleingelassen werden. Dass die sieben Brüder sich auch untereinander nur mit ihrem „Rang“ (Zweiter, dritter, siebter …) ansprechen, erleichtert die Dinge aber, und wenn Vater und Söhne vereint sind, und sich die eigentliche Dramatik aufbaut, spielen anfängliche Verständnisprobleme auch keine Rolle mehr, denn dann geht es nur noch um Kampf und Rache und nicht mehr um Politik.

Ab diesem Zeitpunkt fesselt der Film auch mehr und mehr mit seiner Mischung aus Drama und intensiven Kampfszenen, wobei Letztere von der Choreographie her eher realistisch gehalten sind und auf ein „durch die Luft fliegen“ a la Tiger & Dragon verzichten. Daneben gehört auch die opulente Ausstattung zu den Pluspunkten. Dazu kommen hin und wieder wirklich sehr ästhetische Bilder, wenn beispielsweise Pfeile in Zeitlupe durch ein Kornfeld schießen, da bietet Regisseur Ronny Yu (Fearless) auch einiges fürs Auge. Aufgrund der insgesamt wirklich gelungenen Umsetzung kann man über kleine Logikfehler und seltene Probleme bei den CGI-Effekten hinwegsehen und wird spannend unterhalten.

Fazit

Auch wenn der Einstieg etwas schwer fällt, bietet „Die Söhne des GeneralsYang“ spannende Martial Arts-Unterhaltung auf hohem Niveau, sowohl was Schauspieler und Handlung, als auch was Kampfchoreographie und Ausstattung angeht. Genrefans unbedingt zu empfehlen.

Wertung


Pro

  • opulente Ausstattung
  • gute, realistische Kampfchoreographien

Contra

  • historischer Kontext wird nicht erklärt
Weitere Artikel zu den Tags: ,

 

Kategorien: Abenteuer, Filme
von Jörg Benne 1.Apr.2014 3.912 x gelesen

Kommentar hinterlassen

You must be logged in to post a comment.