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    Wie schon bei Harry Potter wurde auch bei Die Tribute von Panem die letzte Buchvorlage in zwei Filme geteilt. Mockingjay: Teil 1 erntete einige Kritik, weil es vielen an Action mangelte und die Handlung sich hier und da recht zäh entwickelte. Liefert Mockingjay: Teil 2 nun einen versöhnlichen Abschied von Panem? (Wer Teil 1 nicht kennt, sollte die folgende Inhaltsangabe überspringen!)

    mockingjay2

    (c) Studiocanal
    Regie: Francis Lawrence
    Laufzeit: 138 Minuten
    ab 21.03.2016 im Handel
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    Katniss vs. Snow
    Nachdem die Rebellen die Propaganda-Schlacht für sich entschieden haben, gehen sie nun auch militärisch zum Angriff auf das Kapitol über. Katniss will weiter an der Front kämpfen, aber Präsidentin Coin ist dagegen. Dazu ist Katniss nach wie vor zwischen Peeta (der sie nach Snows Umerziehung immer noch umbringen will) und Gale hin und hergerissen.
    Da die Zahl der Opfer immer weiter steigt, schmuggelt sich Katniss heimlich ins Kapitol, wo sie mit ihrer Einheit ein Attentat auf Snow verüben und den Krieg so beenden will. Doch das Kapitol ist mit sogenannten Kapseln, fiesen Fallen der Spielmacher, vermint. So wird die Stadt zu einer neuen Arena für Katniss und ihre Freunde.

    Während Mockingjay: Teil 1 sich ganz der Propaganda-Schlacht widmete, geht es in Teil 2 recht schnell zur Sache. Natürlich spielen die Ränke von Coin, Heavensbee und Snow weiterhin eine Rolle, aber die Action steht die meiste Zeit klar im Vordergrund, hin und wieder unterbrochen von Szenen, in denen Katniss zwischen Gale und Peeta schwankt. In Sachen Action wird weitestgehend das Konzept der ersten beiden Filme kopiert, es gibt also Fallen und ständige Gefahr, anders ist lediglich die urbane Umgebung und das die Kämpfer diesmal zusammenhalten. Der Actionteil endet dann recht abrupt und es folgt ein langer (halbstündiger) Epilog mit noch einer Wendung, der aber leider arg vorhersehbar und insgesamt langatmig gehalten ist.

    So hoch die Production Values auch diesmal sind, man muss konstatieren, dass den Tributen von Panem hier allmählich die Luft ausgeht. Das gilt sowohl für die teils unlogische Handlung, als auch für recht plötzliche Veränderungen von Charakteren. Vor allem aber nutzt sich das Action-Prinzip ab, zumal es recht unrealistisch wirkt, was die Spielmacher in der Kürze der Zeit an Fallen in den Außenbezirken der Stadt installiert haben.
    Das Hin und Her von Katniss‘ Zuneigung zwischen Gale und Peeta dürfte auch allenfalls bei der jungen weiblichen Zielgruppe gut ankommen, erwachsene Zuseher werden da das eine oder andere Mal mit den Augen rollen. Immerhin, gar so schwülstig wie in Twilight & Co wird es zum Glück nicht.

    In Sachen Extras lässt die Blu-Ray keine Wünsche offen. Im mehrteiligen Making-Of werden Cast, Sets, Special Effects, Kostüme usw ausführlich behandelt, sodass Fans auf ihre Kosten kommen werden.

    Fazit

    Liebesdreieck, altbekanntes Actiongetöse und dann ein überlanger, im Verlauf vorhersehbarer Epilog. Man muss leider konstatieren, dass die Tribute von Panem-Filme Stück für Stück immer schlechter wurden. Der Abschluss ist ordentlich inszeniert, zeitweise auch durchaus spannend, aber eben lange nicht mehr so emotional mitreißend wie der Auftakt der Reihe. Mockingjay: Teil 2 ist insgesamt zwar ein solider Abschluss, rechtfertigt aber die Ausdehnung auf zwei Filme nicht.

    Wertung


    Pro

    • tolle Schauwerte
    • die eine oder andere Wendung

    Contra

    • altbekannte Actionmuster
    • Epilog zu lang und zu vorhersehbar
    • Liebesdreieck nervt mit der Zeit

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Science-Fiction
    von Jörg Benne 19.Mrz.2016 902 x gelesen