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    Wenngleich nur wenige Kritiker von „Die Unfassbaren – Now you see Me“ begeistert waren, war die Mischung aus Gaunerkomödie und Zaubershow ein Publikumserfolg. Da war ein zweiter Teil nur folgerichtig. Kann er mit neuem Regisseur und zum Teil verändertem Ensemble an den Erfolg anknüpfen?

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    (c) Concorde
    Regie: Jon Chu
    Laufzeit: 125 Minuten
    ab 27.12.2016 im Handel
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    Auge um Auge
    Seit ihrem Coup im ersten Teil sind 18 Monate vergangen und die Reiter leben im Untergrund und werden immer noch vom FBI gesucht. Allmählich verlieren sie die Geduld. Doch ihr Anführer hat endlich einen neuen Auftrag für sie. Statt der abgewanderten Henley bringt er Lula ins Team und will mit den Reitern einen Internet-Magnaten auffliegen lassen, indem sie eine Produkt-Präsentation kapern. Doch das läuft anders als erwartet und plötzlich sind die Reiter die Gejagten. Dabei scheint ihre Nemesis Thaddeus Bradley eine Rolle zu spielen.

    Auch wenn es die eine oder andere Änderung im Ensemble gab, fühlt man sich als Fan des ersten Teils gleich wieder zuhause. Während Henley in Teil 1 nicht viel zu sagen hatte, hat man mit Lula (Lizzy Caplan aus Masters of Sex) ein freches Plappermaul ins Skript geschrieben, wobei die Chemie manchmal nicht so recht passt und sie oft eher nervig rüberkommt. Ansonsten sind bis auf Melanie Laurent alle Stars wieder mit dabei. Daniel Radcliffe (Harry Potter) ist als zwielichtiger Auftraggeber neu an Bord.

    Vom Grundkonzept und vom Ton her, ist man Teil 1 weitgehend treu geblieben, allerdings geht es diesmal zu Beginn nicht um eine persönliche Sache. Stattdessen wird mit „dem Auge“, das in Teil 1 nur mal nebenbei erwähnt wurde, eine mächtige Magier-Geheimorganisation etabliert, die die Reiter auf eine Mission schickt. Das mutet dann teilweise schon eher wie Mission Impossible als wie eine Zaubershow an und verringert die Glaubwürdigkeit erheblich. Die leidet außerdem darunter, dass – anders als noch in Teil 1 – viele Tricks nur noch sehr grob oder gar nicht erklärt werden, sodass man als Zuschauer schnell geneigt ist, es als reinen CG-Effekt abzutun.

    Die Story von Teil 1 hatte bei genauerem Hinsehen schon ihre Macken, aber der Film machte einfach Spaß. Das Tempo passte, die Dialoge hatten Verve und die Pointen saßen, dazu wurde man als Zuschauer immer wieder überrascht. In Teil 2 ist ein Teil dieser Leichtigkeit verloren gegangen, die Story um einen Superchip, der alle Computer der Welt hacken kann, hätte besser zu James Bond oder Jason Bourne gepasst, auch die Dialoge sind nicht mehr ganz so spritzig. Vor allem aber rechnet man als Zuschauer mittlerweile mit der Überraschung, womit sie keine richtige mehr ist.

    Trailer zum Film ansehen

    An Extras bietet die Blu-Ray drei Featurettes zu Cast, Sets und den Magieeffekten, die insgesamt rund 55 Minuten Laufzeit haben und durchaus sehenswert sind.

    Fazit

    Das Konzept von Now You See Me nutzt sich hier schon etwas ab. Die Leichtigkeit ist ein wenig abhanden gekommen, die Story hätte eher zu einem Agententhriller gepasst und die Überraschung bleibt oft aus, weil sie schon erwartet wird. Trotzdem ist auch Now You See Me 2 ein unterhaltsamer Action-Thriller im Zauberer-Mileu, nur eben nicht mehr ganz so spaßig wie sein Vorgänger.

    Wertung


    Pro

    • wieder spannende Zaubertricks
    • hohes Erzähltempo
    • hochklassiges Ensemble

    Contra

    • neuer Charakter Lula nervt
    • Geschichte ziemlich abgehoben und unlogisch
    • nicht mehr alle Tricks werden erklärt

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 23.Dez.2016 1.045 x gelesen