Werbung

Registrieren Anmelden

1904 wurde in Norwegen das sogenannte Oseberg-Schiff ausgegraben, einer der bedeutendsten Wikinger-Funde. Unter den Gegenständen, die auf dem Schiff gefunden wurden, war auch ein Schlangenkopf. Rund um diesen haben die norwegischen Macher von Escape einen familientauglichen Abenteuerfilm gemacht, der sich vor diversen Hollywood-Titeln ähnlicher Machart nicht verstecken muss.

drachenkrieger_cover

(c) Koch Media
Laufzeit: 97 Minuten
ab 28.08.2014 im Handel
Bei Amazon bestellen

Die rätselhafte Schlange
Archäologe Sigurd, alleinerziehender Vater zweier Kinder, glaubt fest daran, dass er die Runen auf dem Schlangenkopf entschlüsselt hat. Irgendetwas haben sie mit Ragnarok zu tun. Außerdem glaubt er, dass die Oseberg-Wikinger größere Strecken zurückgelegt haben, doch wohin? Als er die Flinte schon ins Korn werfen will, macht sein Kollege Allan eine Entdeckung: Er findet einen Runenstein, der eine Art Schatzkarte darstellt und überredet Sigurd, seine Ferien samt Kindern im hohen Norden zu verbringen, wo die Schatzkarte sie hinführt.
Zusammen mit der Archäologin Elisabeth (Sofia Helin, Die Brücke) und dem zwielichtigen Leif machen sie sich auf ins Abenteuer. Auf der Insel namens „Das Auge Odins“ angekommen, müssen sie dann allerdings feststellen, dass sie eine Gefahr aus der Vergangenheit birgt.

Der Film teilt sich grob in zwei Hälften. Die erste ist eine recht betuliche Schnitzeljagd, die uns Geschichte und Figuren näher bringt, allerdings recht spannungsarm daher kommt. Dafür entschädigt uns dann die zweite Hälfte, in der sich der Film als Monstermovie entpuppt – was aber schon mit der Eröffnungsszene klar ist. Fortan müssen die Teilnehmer der Expedition nahezu pausenlos um ihr Leben kämpfen. Das bleibt aber im familientauglichen Rahmen, die ab 12-Freigabe geht vollkommen in Ordnung. Durch die beiden Kinder Sigurds werden jüngere Zuschauer sehr gut in die Handlung eingebunden und haben einige Szenen, in denen sie mitfiebern können.

Auf der Rückseite der Blu-Ray wird der Film mit Indiana Jones oder Das Vermächtnis der Tempelritter verglichen, doch beide Vergleiche hinken. Denn Drachenkrieger setzt kaum auf Action, stattdessen haben wir es eher mit dem Suspense eines Creature Feature zu tun. Die Kreatur ist dabei ordentlich umgesetzt und der Spannungslevel hoch, erwachsene Zuschauer werden sich allerdings womöglich an dem einen oder anderen Klischee und auch kleineren Logik-Fehlern stören. Ansonsten ist die Inszenierung tadellos und absolut auf dem Niveau von Filmen wie „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ und Konsorten, die auch in etwa die gleiche Zielgruppe ansprechen.

Bei den „Entfallenen Szenen“ findet sich übrigens eine deutlich „rundere“ Endszene, unverständlich, dass man diese nicht verwendet hat.

Fazit

Drachenkrieger ist ein gelungener Monster-Abenteuerfilm für die ganze Familie. Zwar hätte man den Auftakt ruhig etwas rasanter gestalten und auf das eine oder andere Klischee gut verzichten können, aber die Inszenierung ist professionell und gerade jüngere Teenager können sich genüsslich gruseln.

Wertung


Pro

  • spannende zweite Hälfte
  • gute Tricktechnik

Contra

  • recht betulicher Beginn
  • ein paar Klischees zu viel
  • kleinere Logikmacken
Weitere Artikel zu den Tags: , ,

 

Kategorien: Abenteuer, Fantasy, Filme
von Jörg Benne 22.Aug.2014 2.398 x gelesen

Kommentar hinterlassen

You must be logged in to post a comment.