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    Mit Ice Age und Rio machte sich Blue Sky einen Namen als Animationsstudio, mit Epic – Verborgenes Königreich legen sie ihr neuestes Werk vor. Tiere spielen dabei auch diesmal eine wichtige, aber nicht die Hauptrolle.

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    (c) 20th Century Fox
    Regie: Chris Wedge
    Laufzeit: 98 Minuten
    DVD/Blu-Ray: ab 13.9.2013
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    Kleine Leute, große Schlachten
    Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt die 17jährige Mary-Catherine (genannt MK) zu ihrem Vater zurück. Der Wissenschaftler sucht seit Jahren vergeblich Beweise für seine Theorie, dass im Wald hochentwickelte kleine Wesen leben. In seiner Verbissenheit ruinierte er einst seine Ehe, und auch als MK nun zurückkehrt, kann er nicht von seiner Obsession lassen.
    In der Tat ist seine Vermutung richtig und MKs Rückkehr fällt mir einem wichtigen Termin zusammen. Königin Tara, die Hüterin des Waldes, sucht eine besondere Knospe aus und will eine Nachfolgerin benennen, da ihre Herrschaft endet. Derweil will Finsterling Mandrake, der die blühende Natur mit Fäulnis bekämpft, Königin und Knospe erobern. Es kommt zur Schlacht zwischen seinen Anhängern (den Boggans) und den Leaf Men, den Beschützern der Königin.
    MK findet die verwundete Königin und sie übergibt ihr die Knospe, mit dem Auftrag sie zu beschützen. Dadurch wird MK auf die Größe der anderen Wesen geschrumpft und stolpert in ein rasantes Abenteuer.

    Epic, episch, der Name ist hier durchaus Programm. Man könnte meinen, die Macher hätten sich Der Herr der Ringe und Star Wars angesehen und sich vorgenommen, eine kindgerechte Version von beidem in einen Film zu packen. Nicht von ungefähr erinnert das Fäulnisland an Mordor, sehen die Leaf Men ein wenig wie die Elben aus und die Boggans wimmeln oft wie die Goblins herum. Aus Star Wars könnten die Archetypen für einige Figuren stammen und ein Vogelwettflug erinnert an das Podrace aus Episode 1.

    Wer nun aber ein Gagfeuerwerk mit Filmzitaten erwartet, liegt falsch, der Film lässt trotz der Ähnlichkeiten Reminiszenzen und Anspielungen aus und hat auch eigene Figuren zu bieten. Insbesondere sind hier die Raupe Nim Galuu (im Original von Aerosmith-Sänger Steven Tyler gesprochen) und ein dreibeiniger Hund zu nennen, aber auch die beiden Schnecken Mub und Grub sorgen für Lacher.
    Damit kann der Film aber nicht ganz darüber hinwegtäuschen, dass die Geschichte recht dünn und vorhersehbar ist – insbesondere Bösewicht Mandrake bleibt eindimensional und seine Motivation alles Lebende zu vernichten wird nicht erklärt. Die Charakterzeichnung ist doch recht schwarz/weiß gehalten.

    Dafür punktet der Film aber in Sachen Technik wieder voll. Die Animationen sind auf Topniveau, die Welt bunt und voller Details die es zu entdecken gibt, die Figuren liebevoll in Szene gesetzt, die Actionsequenzen rasant und spannend.

    Fazit

    Epic ist ein gelungenes Animationsabenteuer mit hohem Tempo, sympathischen Figuren und einer guten Würzmischung aus Spannung, Action und Humor. Um im Pixar-Olymp mitzuspielen, fehlt es (gerade erwachsenen Zusehern) aber etwas an Tiefe, doch das tut dem Spaß letztlich nicht wirklich einen Abbruch.

    Wertung


    Pro

    • sympathische, liebevoll gestaltete Figuren
    • hohes Erzähltempo
    • guter Mix aus Spannung, Humor und Actions
    • technisch Top-Niveau

    Contra

    • Geschichte ist etwas dünn und vorhersehbar

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 13.Sep.2013 1.533 x gelesen