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    Lange Jahre waren Stallone und Schwarzenegger erbitterte Konkurrenten im Action-Genre. Doch in den letzten Jahren wuchs die Idee, beide zusammen in einem Film unterzubringen. Als Stallone „The Expendables“ drehte, war Arnold noch Gouverneur und stand nur ein Wochenende vor der Kamera, dementsprechend war es kaum mehr als ein Kurzauftritt. Nun, nach Schwarzeneggers politischer Karriere, hat es in „Escape Plan“ zum ersten echten gemeinsamen Film gereicht. Was haben die beiden Action-Oldies zusammen zu bieten?

    escapeplan

    (c) Concorde
    Regie: Mikael Hafstrom
    Laufzeit: 112 Minuten
    seit 27.03.14 erhältlich
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    Das Grab
    Ray Breslin (Stallone) testet Gefängnisse. Er lässt sich als normaler Häftling einliefern und bricht (nach zum Teile monatelanger Vorbereitung) aus, berichtet dem Direktor anschließend von den Schwachpunkten und hofft so, die Vollzugsanstalten im Land sicherer zu machen – gegen viel Geld versteht sich. Dann tritt die CIA an Breslins Firma heran. Ein privates Hochsicherheitsgefängnis, in dem Terroristen und andere internationale Schwerverbrecher „verschwinden“, soll von ihm getestet werden. Für 5 Millionen $ sagt Breslin zu, doch der Deal erweist sich als Falle. Vor Ort will niemand etwas von seinem Auftrag wissen.
    Nun muss Breslin wirklich fliehen, um seine Freiheit wiederzuerlangen. Auf der Suche nach Verbündeten trifft er auf Rottmayer (Schwarzenegger). Gemeinsam erarbeiten sie einen Fluchtplan.

    Der Film ist nicht so futuristisch, wie ich erwartet hätte. Das Spezialgefängnis besteht aus gläsernen Zellen in einer riesigen Halle, das ganze spielt aber zur heutigen Zeit, sodass es keine SF-Elemente gibt. Trotz einiger Wendungen in der Geschichte ist auch der Mystery-Anteil eher gering. In erster Linie ist Escape Plan ein klassischer Action-Thriller. Im Verlauf der Geschichte hat der Film die eine oder andere Überraschung zu bieten (auch wenn die zuweilen etwas zulasten der Nachvollziehbarkeit gehen) und wird über die fast zwei Stunden nicht langweilig, auch wenn am eigentlichen Ausgang nie wirkliche Zweifel aufkommen. Nach diversen Psychospielchen kommt auch noch genug handfeste Action ins Spiel, um die Fans der Hauptdarsteller zufriedenzustellen.

    Die Besetzung mit den beiden Action-Haudegen ist (vor allem zum Ende hin) durchaus passend, auch wenn ihre Muskelberge nur selten zum Einsatz kommen. Die deutsche Synchronisation brachte das Aufeinandertreffen der beiden Stars jedoch in Schwierigkeiten. Da beide sehr viele gemeinsame Dialoge haben, durfte Stammsprecher Thomas Danneberg (anders als noch im deutschen Trailer) nicht beide synchronisieren – was viele Fans auf die Palme bringt. Arnolds ungewohnte Stimme passt aber eigentlich gut, da Rottmayer Österreicher sein soll und er nun den passenden Akzent hat. Leider entgeht uns eine der bemerkenswertesten Szenen des Films zum Teil, in der Schwarzenegger auch im Original auf Deutsch vor sich hin flucht, was in der deutschen Fassung freilich nicht auffällt. Hier lohnt ein Wechsel auf die Originalspur.

    Fazit

    Escape Plan ist zwar beileibe nicht so originell, wie uns in den Extras weisgemacht werden soll, bietet aber solide Actionkost mit ein paar Wendungen. Man kann darüber streiten, ob die Rollen nun wirklich für Stallone und Schwarzenegger prädestiniert sind, aber beide machen ihre Sache ordentlich und sind im actionreichen Finale dann auch voll in ihrem Element. Für Fans sicher sehenswert - trotz falscher Stimme bei Arnie.

    Wertung


    Pro

    • die eine oder andere überraschende Wendung
    • zum Ende ordentliche Action

    Contra

    • Am Ausgang bestehen nie Zweifel
    • für die Psychospielchen zu Beginn sind Arnie und Sly eigentlich fehlbesetzt

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme
    von Jörg Benne 27.Mrz.2014 3.666 x gelesen