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    Als „Findet Nemo“ in die Kinos kam, war es gerade mal der 5. Film von Pixar. Dank Toy Story und Die Monster AG war man schon berühmt, den Olymp erklomm man aber erst ein paar Jahre später mit Ratatouille, Wall-E und Oben. 13 lange Jahre hat die Animationsfilmschmiede sich Zeit gelassen, um in den Ozean zurückzukehren. Ein lohnenswertes Wiedersehen?

    findetdorie_cover

    (c) Disney
    Laufzeit: 93 Minuten
    ab 16.02.2017 im Handel
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    Dorie auf der Suche nach sich selbst
    Nemo ist wieder bei seinem Vater Marlin und lebt zusammen mit der vergesslichen Dorie zusammen, die einst half, ihn wiederzufinden. Die erinnert sich eines Tages an etwas aus der Kindheit und setzt sich in den Kopf, ihre Eltern zu finden. Marlin und Nemo begleiten sie, aber bald geht Dorie verloren und während sie weiter ihre Eltern sucht, versuchen Marlin und Nemo sie zu finden.

    Wenn man es so kurz zusammenfasst, wird es recht deutlich: Im Kern wird hier dieselbe Geschichte wie bei Findet Nemo noch einmal erzählt. Wieder verschlägt es einen Fisch ins Menschenreich (diesmal ein Aquarium) und andere versuchen ihn zu retten. Zu Beginn wird dann auch noch allzu sehr auf der Vergesslichkeits-Schiene von Dorie herumgeritten, sodass ich nach den ersten Minuten reichlich skeptisch war.

    Aber dann treten endlich neue Figuren auf den Plan und Pixar beweist einmal mehr sein Händchen für tierische Charaktere. Beluga Bailey und die kurzsichtige Walhai-Dame Destiny sind eine echte Bereicherung, aber es ist vor allem der knurrige Oktopus Hank, der mit der liebenswerten Dorie ein tolles Paar abgibt, dessen Abenteuern man gerne folgt. Zum ganz großen Wurf reicht es zwar nicht, dazu verläuft das Abenteuer doch in allzu vorhersehbaren Bahnen und folgt altbekannten Mustern, aber wie bei Pixar üblich gibt es Spannung, Spaß und auch ein bisschen Nachdenkliches für die ganze Familie. Vor allem jüngere Kinder werden an der bunten Achterbahnfahrt ihren Spaß haben.
    Technisch ist das ganze natürlich ein paar Klassen besser als damals, vor allem die Animationen der Wasseroberfläche lassen staunen. Auch die deutschen Synchronsprecher machen einen hervorragenden Job.

    Und was bietet die Blu-Ray an Extras?
    Hervorzuheben ist hier der Kurzfilm Piper, der wirklich sehenswert ist. Dazu gibt es noch jede Menge Interviews und Blicke hinter die Kulissen. Interessant vor allem, zu erfahren, vor wie große Probleme Oktopus Hank die Animatoren stellte.

    Fazit

    Wenngleich Findet Dorie nicht nur vom Titel her dem Vorgänger recht ähnlich ist, entwickelt er durch neue Charaktere (allen voran Oktopus Hank) genug Eigenständigkeit, um gelungene, technisch hochwertige Familienanimation zu bieten.

    Wertung


    Pro

    • tolle neue Charaktere
    • technisch höchstes Animationsniveau

    Contra

    • Grundgeschichte sehr ähnlich dem Vorgänger

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 13.Feb.2017 388 x gelesen