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Animationsfilme sind mittlerweile Massenware und viele von ihnen so beliebt, dass man normalerweise bei einem neuen auf „die Macher von“ verweist. Das vorliegende Free Birds stammt allerdings von Reel FX, die bislang nur durch Kurzfilme oder TV-Produktionen wie „Jagdfieber 2“ und Konsorten bekannt geworden sind. Kann auch ein kleines Animationsstudio mit den großen der Branche mithalten.

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(c) Senator
Regie: Jimmy Hayward
Laufzeit: 91 Minuten
ab 31.10.2014 im Handel
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Rettet die Truthähne
Als Truthahn Reggie entdeckt, dass er und seine Artgenossen gemästet werden, um an Thanksgiving verspeist zu werden, plant er einen Aufstand. Doch erst als er den leicht durchgeknallten Jake trifft, der vom Super-Puter ausgesandt worden sein will, um alle Truthähne zu retten, kann er wirklich etwas tun. In einer Zeitmaschine reisen die beiden ins Jahr 1621, um zu verhindern, dass Truthähne beim allerersten Thanksgiving auf den Tisch kommen. Aber die Mission erweist sich als schwieriger als gedacht.

Ja, die Story ist abstrus und hat – wie viele Zeitreise-Geschichten – klaffende Logiklücken. Fleischliebhaber, die „Vegetarier-Propaganda“ befürchten, können sich aber entspannen, nur sehr dezent übt der Film Kritik an der Massentierhaltung, Freundschaft, Liebe und der Kampf um hehre Ziele stehen im Vordergrund.
Nach einem eher mäßig lustigen Beginn nimmt der Film in der Vergangenheit durchaus Fahrt auf und kann über die weitere Laufzeit immer wieder Gags zünden. Dabei versuchten die Macher sowohl ein jüngeres Publikum (mit diversen Albernheiten) als auch die älteren Zuschauer (mit vielen Anspielungen und Zitaten aus anderen Filmen) anzusprechen. Insgesamt ist das ganz ordentlich gelungen, auch wenn einige Gags Rohrkrepierer sind oder zu oft wiederholt werden und die Figurenkonstellation insgesamt altbekannt ist. Die Geschichte hat aber definitiv ihre Momente.

Inhaltlich wäre also alles im grünen Bereich. Allerdings muss man klar sagen, dass man dem Film stets ansieht, dass er eben nicht aus einem der großen Studios kommt. Die Figuren sind zwar liebevoll gestaltet, ihre Animationen aber zuweilen sehr eckig, das gilt insbesondere für die Menschen. Die Hintergründe wirken im Vergleich zu aktuellen Großproduktionen außerdem sehr altbacken und sehen eher nach TV-Produktion als nach großem Kino aus.
Diese Scharte kann de deutsche Synchronisation mit ihren gut aufgelegten Sprechern (u.a. Christian Tramitz, Rick Kavanian, Oliver Kalkofe und Nora Tschirner) immerhin zum Teil wieder auswetzen und den Film mit einigen witzigen Einfällen sogar etwas aufwerten. So hat z.B. ein alter Truthahn Stimme und Grammatik von Yoda (im Original nicht).

Fazit

Free Birds ist sicherlich kein Meilenstein, aber ordentliche Familienunterhaltung. Technisch zwar nur zweitklassig, kann der Film mit einer spaßigen Geschichte und einigen guten Gags punkten.

Wertung


Pro

  • aberwitzige Grundidee
  • sehr gute deutsche Synchronisation
  • einige zündende Gags

Contra

  • technisch veraltet
  • einige Witze arg platt
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Kategorien: Fantasy, Filme
von Jörg Benne 23.Okt.2014 851 x gelesen

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