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    Wesley Snipes ist nach selbstverschuldeter Zwangspause (Gefängnisaufenthalt wegen Steuerhinterziehung) wieder da und mit Gallowwalkers feiert er sein Comeback. Zunächst muss der einstige Actionstar (Blade) aber offensichtlich kleinere Brötchen backen, denn das noch vor seiner Strafe abgedrehte Gallowwalkers ist ein B-Movie, dass auf der aktuellen Untotenwelle mitschwimmt und diese leicht variiert in ein Westernszenario verlegt.

    gallowwalkers

    USA 2012
    (c) Ascot Elite
    Regie: Andrew Goth
    Laufzeit: 89 Minuten
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    Untote Galgenvögel
    Aman lebte ein friedliches Leben auf dem Schlachthof seiner Stiefmutter, bis eines Tages einige Schurken kamen und seine Geliebte vergewaltigten. Aman schwor Rache, doch auf ihm lastet ein Fluch und obwohl er die Bösewichte allesamt aufspürt und erledigt, kommen sie doch immer wieder zurück, bis er ihnen die Köpfe abreißt. Die Untoten wollen nun ihrerseits Rache und es kommt zum Showdown.

    Gallowwalkers ist in einer Wüstenumgebung angesiedelt und genauso karg wie die Landschaft ist die Geschichte des Films. Sie ist hoffnungslos verworren, wird durch armselige Dialoge und Logiklücken nicht besser und abgesehen von Snipes ist der Cast auch nicht eben dazu angetan, den Zuschauer mitzureißen. Vor allem Kevin Howarth als Anführer der Schurken fällt durch zum Teil grausames Overacting negativ auf. Leider geht dem Film auch Humor beinahe gänzlich ab, nicht zuletzt, weil einige Wortspiele im Deutschen nicht funktionieren. „Vergebt mir Vater, ich habe gehäutet“ – Orginal: „… I have skinned“ (sinned = gesündigt).

    So setzt der Film vor allem auf die Action und inszeniert die Shootouts mit einer Extraportion Coolness. Da wird sich sekundenlang unter der Hutkrempe angestarrt, Augenwinkel zucken und nach dem Schuss wird die Pistole natürlich erstmal um den Finger rotiert und dann in den Holster gesteckt. Ob man das wirklich cool oder eher affig findet, liegt wohl im Auge des Betrachters.

    Fazit

    Gallowwalkers ist in Sachen Geschichte ein Offenbarungseid. Man gewinnt den Eindruck, dass der Autor am Ende selber nicht mehr wusste, was er eigentlich erzählen wollte. Der Versuch, einen modernen Western abzuliefern, scheitert zudem an den gestelzt coolen Dialogen. Für einen richtigen Trash-Film fehlt es wiederum an Humor. Auf der Habenseite sind lediglich ein moderater Gorefaktor und die eine oder andere ansehnliche Actionszene zu verbuchen. Wer allein auf derlei Schauwerte steht, mag einen Blick riskieren. Wesley Snipes hat aber hoffentlich bei der Auswahl seiner Projekte bald wieder mehr Glück.

    Wertung


    Pro

    • einige gute Spezialeffekte
    • gewohnt cooler Wesley Snipes

    Contra

    • völlig hanebüchene Geschichte
    • noch dazu total verworren erzählt
    • zur Lächerlichkeit neigende Dauer-Coolness
    • einige Nebendarsteller auf Laien-Niveau

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 2.Aug.2013 1.714 x gelesen