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Hobbits haben es schwer. Während z.B. Viggo Mortensen oder Orlando Bloom nach dem Herrn der Ringe richtig durchstarteten, ging es mit der Karriere der Hobbit-Darsteller nicht so wirklich voran. Das gilt auch für Ex-Kinderstar Elijah Wood (Frodo), der seit der Fantasy-Trilogie nur noch wenige Auftritte in namhaften Produktionen vorzuweisen hat und zuletzt eher in Genrefilmen (z.B. Maniac) auftrat. Gelingt ihm als Pianist in diesem B-Thriller mal wieder ein Ausrufezeichen?

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(c) Koch Media
Laufzeit: 86 Minuten
ab 08.05.2014 im Handel
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Lampenfieber der anderen Art
Tom Selznick (Elijah Wood) gilt als begabtester Pianist seiner Generation, doch vor fünf Jahren versagten ihm bei einem Auftritt die Nerven. Seitdem ist er nicht mehr aufgetreten und steht im Schatten seiner Frau Emma, die eine erfolgreiche Schauspielerin ist. Zu Ehren seines verstorbenen Mentors tritt Tom nun erstmals wieder auf und soll ein Konzert auf dessen altem Flügel spielen. Ohnehin schon voller Lampenfieber, muss Tom auch noch den Spott einiger Orchester-Kollegen erdulden. Auf der Bühne angekommen ist er bereits ein Nervenbündel – doch dann findet er auch noch seltsame Notizen in seiner Partitur. „Ein Fehler, und ich erschieße sie“, hat jemand hineingekritzelt. Nur ein weiterer Scherz der Kollegen? Mitnichten, wie sich herausstellt. Tom muss im wahrsten Sinne des Wortes um sein Leben spielen.

Von der Grundidee erinnert der Film stark an „Nicht auflegen“, nur sitzt das Opfer diesmal nicht in einer Telefonzelle, sondern auf einer Konzertbühne und muss mal eben nebenbei ein Konzert spielen, während er über einen Knopf im Ohr von seinem Peiniger instruiert wird. Das hat durchaus seinen Reiz und bietet auch Spannung, gleichwohl muss man aber die Prämisse des Thrillers als reichlich abstrus bezeichnen und über den einen oder anderen Logikfehler hinwegsehen.

Davon ab wird man ordentlich unterhalten. Der kaum bekannte spanische Regisseur Eugenio Mira inszeniert den Film routiniert, Wood bietet als nervliches Wrack eine gute Performance, wird aber auch mit diesem Film keinen Karrieresprung machen. John Cusack ist als Bösewicht nur wenige Minuten im Bild (auch das erinnert stark an Nicht auflegen), alle anderen Darsteller bleiben blass.

Fazit

Grand Piano verfrachtet die „Nicht auflegen“-Idee in ein anderes Setting und erzählt seine vorhersehbare Geschichte ordentlich, ohne aber wirklich mitreißen oder überraschen zu können. Alles in allem in jeder Hinsicht durchschnittlich.

Wertung


Pro

  • interessantes Setting im Konzertsaal

Contra

  • Grundidee reichlich abstrus
  • Ablauf vorhersehbar, daher nur mäßig spannend
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Kategorien: Filme
von Jörg Benne 17.Apr.2014 2.086 x gelesen

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