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    2014 gelang dem bis dahin recht unbekannten Regisseur James Gunn mit den Guardians of the Galaxy ein echter Volltreffer. Bombastische Action, coole Musik, gute Gags und witzige Dialoge – da konnte man über den ziemlich eindimensionalen Bösewicht hinwegsehen. Nun ist Teil 2 für’s Heimkino erschienen. Kann er Teil 1 nochmal überbieten?

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    (c) Disney
    Laufzeit: 131 Minuten
    ab 07.09.17 im Handel
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    Vater und Sohn
    Als die Guardians gerade mal wieder eine Menge Ärger haben, bekommen sie unvermutete Hilfe von Ego, Starlords Vater, der seit langem auf der Suche nach seinem Sohn ist. Während sich Starlord mit Gamora und Drax zu Egos Planet aufmacht, bleibt Rocket mit Baby Groot beim havarierten Schiff der Guardians zurück – und hat es bald sowohl mit Gamoras rachsüchtiger Schwester Nebula als auch mit Starlords Ziehvater Yondu sowie dessen Ravagers zu tun.

    Schon in der Anfangssequenz, in der es die Guardians mit einem fiesen Monster aufnehmen, wird klar, dass das bewährte Rezept im wesentlichen beibehalten wird: Brachiale Action und coole Sprüche zu 70er/80er-Musik. Beim Versuch den Vorgänger zu übertreffen wirkt mancher Dialog dann aber doch zu albern, das Ende zu melodramatisch und insgesamt hat man den Eindruck, dass zu viele Elemente des Vorgängers wiederverwendet wurden. Zudem stellt sich ein gewisser Gewöhnungseffekt ein, der seltsame Humor von Drax oder die Sprüche von Rocket waren beim ersten Mal einfach noch lustiger. Zumal eigentlich nur eine handvoll neue Charaktere eine wirklich größere Rolle spielen, ansonsten sieht man Altbekannten zu. Zudem kommt die eigentliche Geschichte eher schleppend in Fahrt und bietet kaum Überrrachungen.

    Trailer ansehen

    Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Trotz der genannten Punkte macht es auch diesmal einfach Spaß, den Guardians bei ihrem überdrehten Abenteuer zuzuschauen. Das ist nicht zuletzt Baby Groot zu verdanken, der mit seinem Knuddelfaktor und seiner Tollpatschigkeit ein echter Gewinn ist. Auch Yondu gewinnt in diesem zweiten Teil an Profil, was man hingegen von den Gegnern nicht unbedingt behaupten kann. Dazu gibt es wieder Raumschlachten mit sehenswerten Effekten.

    An Extras bietet die uns vorliegende Blu-Ray ein Gag-Reel und einige unveröffentlichte Szenen.

    Fazit

    Hier geht es nicht um eine tiefschürfende Geschichte oder gar philosophische Science-Fiction, sondern um Popcorn-Kino, wie es sein soll. Rasant, witzig, mit sehenswerten Effekten und verrückten Einfällen. Sicher hätte man da noch mehr rausholen können, aber Spaß hat man als Zuschauer allemal.

    Wertung


    Pro

    • großartige Chemie zwischen den Figuren
    • jede Menge EasterEggs und Cameos
    • viele treffsichere Gags

    Contra

    • manchmal arg albern und zum Ende übertrieben melodramatisch
    • Spannungskurve hängt zwischenzeitlich etwas durch

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Science-Fiction
    von Jörg Benne 2.Sep.2017 808 x gelesen