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    Nachdem uns Marvel zuletzt mit Verfilmungen aus seinem Superhelden-Universum beglückte, nahm man sich für die letzte Mega-Produktion eine andere Schiene vor. Die hierzulande vergleichsweise eher unbekannten „Guardians of the Galaxy“ (GotG) und ihr SF-Universum sollten ein weiteres Mega-Einspielergebnis bringen – und es gelang ihnen auch.

    Ein merkwürdiges Quintett
    Starlord, ein junger Outlaw von der Erde, schnappt sich auf einem verlassenen Planeten eine Metallkugel. Eigentlich ein Routineauftrag, doch bald muss er feststellen, dass diverse andere Leute hinter der Kugel her sind, deswegen hat er bald die Killerin Gamora an den Hacken. Weil außerdem noch ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt ist, wollen ihm außerdem der genetisch/kybernetisch veränderte Waschbär Rocket und das Baumwesen Groot ans Leder, während Muskelmann Drax es wiederum auf Gamora abgesehen hat.
    Doch als die fünf erkennen, welche Macht der Kugel innewohnt und was Bösewicht Ronda damit vorhat, beschließen sie, zusammen dafür zu sorgen, dass der sie nicht in die Finger bekommt.

    GotG ist ein Science-Fiction-Actioner, der alles bietet, was Fans sich erträumen: Coole Charaktere, Raumschiffe, krasse Waffen, fremde Planeten, und Alien-Rassen. Garniert mit jeder Menge Witz, der zuweilen schon in Richtung Persiflage geht, liefert die Heldengruppe bei hohem Erzähltempo zwei Stunden Actionspaß mit Eyecandy und Wortwitz.

    Vergleicht man den Film mit „The Avengers“ merkt man aber schnell, was es ausmacht, wenn eine Heldengruppe und ihr Universum vor dem gemeinsamen Abenteuer mit Einzelfilmen eingeführt werden. Die Motivationen der fünf Helden und ihre Hintergrundgeschichte werden hier allenfalls angerissen, und die beiden Bösewichte sind wandelnde Klischees, vor allem bleibt sehr diffus, warum genau Ronda einen ganzen Planeten zerstören will und woher er seine Armee hat.

    Aber zum Glück nimmt GotG sich während der gesamten Laufzeit nur ganz selten ernst, weshalb man über die eher dünne Story (die übrigens den einen oder anderen Anknüpfungspunkt mit anderen Marvel-Filmen hat, insbesondere den Abenteuern von Thor) auch hinwegsehen kann. Die Macher waren sich der vielen Klischees durchaus bewusst und spielen immer wieder damit, ziehen viele durch den Kakao. Dazu haben sie ein Heldenquintett an der Hand, bei dem für jeden Actionfan mindestens eine Figur dabei ist und die sich immer wieder untereinander witzige Schlagabtausche liefern. Dass das ganze technisch auf höchsten Niveau umgesetzt wurde, kann man bei einem Marvel-Film wohl mittlerweile voraussetzen.

    Fazit

    Guardians of the Galaxy bietet 2 Stunden SF-Actionspaß und gute Unterhaltung. Zwar fehlt es den Figuren an Tiefe, vor allem der Bösewicht ist ein einziges Klischee, aber das verzeiht man dem Film, weil er herrlich respektlos alles durch den Kakao zieht, sich nur selten ernst nimmt und dazu jede Menge verrückte Einfälle bereithält. Kein Film, der lange im Gedächtnis bleibt, aber Popcorn-Kino, wie es sein muss.

    Wertung


    Pro

    • witziges Heldenquintett
    • jede Menge verrückter Einfälle
    • zieht Klischees durch den Kakao

    Contra

    • eigentliche Story arg dünn
    • Bösewicht ein einziges, dumpfes Klischee

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Science-Fiction
    von Jörg Benne 6.Jan.2015 3.627 x gelesen
    • Florian

      Perfekt zusammengefasst, Captain!