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    2007 war Heavenly Sword eines der ersten Exklusivhighlights für die damals noch junge Playstation 3. Das Hack&Slay bestach durch eine (seinerzeit) tolle Optik. Nun, fast neun Jahre später, kommt ein Film auf Basis des Spiels. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein Anime, sondern um Rendergrafik.

    heavenlysword

    (c) Koch Media
    Regie: Gun Ho Jang
    Laufzeit: 81 Minuten
    ab 24.03.2016 im Handel
    Trailer ansehen / Bei Amazon bestellen

    Die unerwünsche Tochter
    Narikos Clan beschützt seit langem das Himmlische Schwert, um das die Menschen lange blutige Kriege führten. Bei Narikos Geburt sollte eigentlich ein Auserwählter auf die Welt kommen, um endgültig Frieden zu schaffen, doch ein Mädchen kann nicht der Auserwählte sein. So gilt Nariko, mittlerweile zu einer jungen Frau herangewachsen, noch immer als Fluch des Clans.
    Aber als der böse König Bohan den Clan angreift, vertraut ihr Vater ihr dennoch das Himmlische Schwert an. Sie soll die Klinge in Sicherheit bringen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Kai nimmt sie die gefährliche Mission an.

    Ich kann mich noch gut an Heavenly Sword erinnern. Seit diesem Spiel hasse ich Quick Time Events wie die Pest und ich habe es leider nie beendet, weil ich schließlich an einem Bosskampf verzweifelte. Daher war ich durchaus neugierig auf den Film.

    Obwohl man es schon am Trailer erahnen konnte, ist der erste Eindruck doch ziemlich ernüchternd. Der Film sieht aus, als hätte man ihn mit den damaligen Möglichkeiten gemacht. Die Mimik ist hölzern und geht es in die Totale, fallen karge Umgebungen, abgehackte Bewegungen und fehlende Details erst recht auf. Wer die Rendersequenzen moderner Videospiele kennt, fühlt sich ins letzte Jahrzehnt versetzt. Erschwerend kommt noch hinzu, dass diesmal Andy Serkis (Gollum) nicht mit von der Partie ist. Er lieh im Spiel König Bohan nicht nur seine Stimme, sondern auch seine Mimik. Davon ist leider nichts geblieben und so ist Heavenly Sword, man muss es so hart sagen, optisch ein Reinfall.

    Bliebe die Story, um noch einen spannenden Film mit lediglich optischen Schwächen draus zu machen. Aber der mangelnde Tiefgang der Geschichte wurde schon damals beim Spiel kritisiert. In Film-Form fallen die hohlen Dialoge eher noch mehr auf und wenn es dann mal dramatisch werden könnte, machen hölzerne Mimik und abgehackte Gesten alles wieder zunichte. Im Grunde ist der Film nichts weiter als eine Aneinanderreihung von Kampfszenen, entweder gegen Massen von Schergen, die quasi im Vorbeigehen erledigt werden, oder eben Bosskämpfe. Für ein Spiel ist das in Ordnung, kämpft man da doch schließlich selber, aber zum Zugucken ist das auf die Dauer schlicht ermüdend, noch dazu, wenn die Optik so altbacken daherkommt.
    Wer sich dennoch für die Geschichte interessiert, kann sich auch einfach Let’s Play-Videos des Spiels anschauen, das kommt auf’s selbe raus und kostet nichts.

    Fazit

    Vor neun Jahren mag Heavenly Sword noch State of the Art gewesen sein, heute kann man mit der billig gerenderten Optik nur noch Kopfschütteln hervorrufen. Die Story reißt es auch nicht raus und so bekommt man ein altbackenes Renderfilmchen, das sein Geld nicht wert ist. Selbst eingefleischte Fans werden damit nicht glücklich werden.

    Wertung


    Pro

    • nichts

    Contra

    • altbackene Renderoptik
    • langweilige Aneinanderreihung von Kampfszenen

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 21.Mrz.2016 1.090 x gelesen