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    In Hollywood wird ja dauernd Trends hinterher gehechelt. Hercules bedient gleich zwei davon: Zum einen den Sandalen-Film-Trend, zum anderen den der Comic-Verfilmungen, denn der Film basiert auf den Hercules-Comics von Steve Moore. Mit seinem eher entmythifizierenden Ansatz geht dieser Herkules-Film dann auch andere Wege als die meisten seiner zahlreichen Vorgänger.

    hercules_cover

    (c) Paramount Pictures
    Laufzeit: 101/98 Minuten
    ab 02.01.2015 erhältlich
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    Mythos und Wahrheit
    Herkules (Dwayne Johnson) zieht mit seinen Waffenbrüdern als Söldner durch Griechenland. Der Ruf, er sei der Sohn von Zeus und einer Sterblichen, und habe zwölf legendäre Aufgaben erfolgreich erledigt, um Hera, die Gattin des Zeus, zu besänftigen, eilt ihm voraus und wird von seinem Neffen noch befeuert. Ihr aktueller Auftrag führt sie nach Thrakien, wo ein Bürgerkrieg tobt. Lord Kotys (John Hurt) will den Helden in Gold aufwiegen, wenn er hilft, die Armee des Rhesus zu besiegen, dem Hexer-Fähigkeiten und ein Bündnis mit Zentauren nachgesagt werden.
    In der Hoffnung, endlich genug Geld zu verdienen, um sich zurückziehen und die Schatten seiner Vergangenheit hinter sich lassen zu können, willigt der Held ein. Doch der Auftrag erweist sich als wahre Herkules-Aufgabe.

    Regisseur Brett Ratner serviert uns hier zunächst den altbekannten Plot einer Truppe von Söldnern, die eine unterlegene Armee ausbildet und zum Sieg führen soll. Johnson, der nach eigenen Angaben schon seit Beginn seiner Hollywood-Karriere einmal Herkules spielen wollte, mimt den Vielleicht-Halbgott mit seiner typischen Präsenz, aber hier ist Herkules eben nicht Einzelkämpfer, sondern lediglich Anführer einer Truppe. Diese hat durchaus interessante Figuren zu bieten, beispielsweise den Seher Amphiarius (Ian McShane), der seinen eigenen Tod vorhergesehen hat oder den stummen Tydeus (Aksel Hennie), der im Krieg furchtbare Dinge erlebt hat und deshalb psychisch labil ist. Einzige Frau in der Truppe ist die toughe Amazone Atalanta (Ingrid Bolsø Berdal aus Escape).

    Wer ein weiteres Monstergemetzel a la „Kampf der Titanen“ erwartet, wird sich wundern, denn nur wenn von den Legenden erzählt wird, die sich um Herkules ranken, haben Rieseneber, Hydra und Riesenlöwe mal kurze Auftritte, die eigentliche Geschichte erzählt aber von klassischen antiken Schlachten und der Rolle, die die Helden in dem Konflikt spielen. Zwar kommt man dabei nie an das Erzähltempo und die Intensität eines „300“ heran, liefert aber ordentliche Actionkost mit überzeugenden Darstellern und erfreulich mäßigem CGI-Einsatz.

    Die Blu-Ray bietet übrigens neben der Kinofassung auch eine um drei Minuten erweiterte Version, die durchaus sehenswerte Szenen beinhaltet, die den Kinobesuchern vorenthalten wurden. Daher sollte diese erweiterte Fassung auch die erste Wahl sein.

    Fazit

    Hercules ist recht unterhaltsames Sandalen-Actionkino, das uns den Helden mal von seiner menschlichen Seite zeigt. Die Geschichte hat zwar ihre Schwächen, aber allemal mehr Gehalt als die seelenlosen GreenScreen-Gemetzel „Kampf/Zorn der Titanen“.

    Wertung


    Pro

    • interessante Herangehensweise an die Legende
    • sehr präsenter Dwayne Johnson
    • gut zusammengestellte Heldengruppe

    Contra

    • Grundidee altbekannt
    • Geschichte mit kleinen Plotholes
    • hier und da etwas zu viel Pathos
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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 1.Jan.2015 3.927 x gelesen