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    In der Hoffnung auf einen interessanten, erwachsenen Animestreifen habe ich mir Holy Knight angesehen – und wurde bitter enttäuscht. Warum ich vom Kauf dieses Films nur abraten kann, erfahrt ihr im Folgenden.

    holyknight

    Japan 2012
    Laufzeit: 57 Minuten
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    Seltsame Prophezeiung

    Die junge Studentin Lilith ist die letzte Überlebende vom Clan der Strigoi, Halbvampiren. Als Kind sah sie ihre Eltern sterben, nun ist es ihre Bestimmung, den letzten Nachkommen ihrer damaligen Häscher, der Romualds, zu verführen, mit ihm ein Kind zu zeugen und ihn dann zu töten. Nur dann kann ihre Sippe fortbestehen – warum wird allerdings nicht erläutert.
    Dummerweise ist dieser Nachkomme Mizumura Shinta, ein ganz normaler, sympathischer Schüler.

    Holy Knight ist kein Film, sondern bietet zwei auf hohem Niveau animierte Episoden einer Serie, die auf einem Manga für Erwachsene beruht. Die Vorlage ist klar in der Erotikecke zu verorten und damit ist die Story in den Heften auch nur ein dünnes Mäntelchen rund um diverse, recht explizit dargestellte Sexszenen.
    Die beiden Filmepisoden sind hingegen eine recht krude Mischung aus noch jugendfreier Erotik, Action und Teenie-Drama, abgeschmeckt mit albernem Humor. Die ohnehin schon reichlich dünne Geschichte wird noch dazu völlig chaotisch und unzusammenhängend erzählt. So taucht z.B. in zwei kurzen Szenen ein Lord auf, der danach nie wieder erwähnt wird, es gibt keinerlei Hinweis darauf, wie er mit der eigentlichen Geschichte in Zusammenhang steht. Ähnlich sieht es bei anderen Charakteren aus, die noch dazu durch die Bank mit ihrer totalen Eindimensionalität negativ auffallen.

    Zu kurz und zu teuer

    Das Hauptärgernis an diesem „Film“ ist aber, dass wir hier quasi nur den Prolog einer Serie zu sehen bekommen. Die Geschichte ist also in keiner Weise abgeschlossen, im Grunde geht sie am Ende von Episode 2 erst los – eine Fortsetzung als Video scheint allerdings nicht in Sicht. Wer wissen will, wie es weitergeht, müsste also zum Manga greifen – der aber wie gesagt einen anderen Schwerpunkt hat.

    Dazu kommt dann noch der Preis. Die beiden Episoden laufen zusammen gerade mal 57 Minuten, darin enthalten sind je 2x Vorspann und Abspann. Preise von 15 Euro für so ein Appetithäppchen scheinen mir doch recht verwegen.

    Fazit

    Holy Knight ist der Auftakt zu einer Serie, die eine krude Mischung aus Action, Teenie-Drama und Erotik mit angezogener Handbremse bieten würde – wenn sie denn mal vollständig erscheint. Hier wird aber nur ein Appetizer angeboten, der den Zuschauer mit einem völlig offenen Ende und diversen losen Handlungsfäden nach äußerst kurzer Spielzeit mehr als unzufrieden zurücklässt. Wenn überhaupt nur für Kenner des Mangas interessant, die mit dem weiteren Verlauf der Geschichte schon vertraut sind.

    Wertung


    Pro

    • gut gezeichnet

    Contra

    • dünne Geschichte
    • eindimensionale, klischeehafte Charaktere
    • wirre Erzählstruktur
    • völlig offenes Ende
    • keine Fortsetzung in Sicht
    • hoher Preis bei kurzer Laufzeit

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 6.Jun.2013 1.759 x gelesen