• Werbung

  •  
    Anmelden

    Jason Bourne ist wieder da. Nachdem man die Agenten-Serie mit „Das Bourne-Vermächtnis“ zwar mir Bourne im Titel aber ohne ihn auf der Leinwand fortsetzen wollte, dabei aber eher bescheidenen Erfolg hatte, soll Matt Damon es nun wieder richten. Ist es eine triumphale Rückkehr?

    jasonbourne_cover

    (c) Universal Pictures
    Laufzeit: 119 Minuten
    seit 09.12.2016 im Handel
    Bei Amazon bestellen

    Die Jagd beginnt von Neuem
    Ex-CIA-Agentin (und Bourne Vertraute) Nicky Parsons hackt sich in die Systeme der Agency, um die geheimen Programme öffentlich zu machen, darunter auch Treadstone, das Superagenten-Programm, an dem Jason Bourne teilnahm. Unter den heruntergeladenen Daten finden sich auch Hinweise darauf, dass Bournes Vater in das Programm verwickelt war. Sie hofft, dank dieser Erkenntnisse den untergetauchten Super-Agenten zur Mitarbeit zu gewinnen und kontaktiert ihn in Athen.
    Doch der Hackerangriff blieb nicht unbemerkt und die CIA eröffnet die Jagd auf Parsons und Bourne. Ihr Killer Asset hat dabei auch noch eine persönliche Rechnung mit Bourne offen.

    „Ich erinnere mich an alles“, hören wir Jason Bourne zu Beginn aus dem Off sagen – aber dem ist offensichtlich nicht so. Manchem Zuschauer wird es ähnlich ergehen, denn immerhin ist der letzte Bourne-Auftritt neun Jahre her. Die Geschehnisse der ersten drei Filme werden nur in einer Aneinanderreihung von Erinnerungsfetzen zu Beginn zusammengefasst. Was es mit Nicky Parsons auf sich hatte, musste ich mir erst nochmal erklären lassen.

    Was folgt, ist aber das altbekannte Bourne-Muster: Er hetzt von Ort zu Ort, um neue Erkenntnisse zu sammeln, die CIA ist ihm immer dicht auf dem Fersen. Schusswechsel, halsbrecherische Verfolgungsjagden, Bourne hängt die Gegner ab, auf zum nächsten Ort. So kommt er den Drahtziehern Stück für Stück näher. Genauso bekannt ist, dass auf CIA-Seite nicht alle an einem Strang ziehen. Während CIA-Boss Dewey (Tommy Lee Jones) Bourne aus dem Verkehr ziehen will, sieht die junge Heather Lee (Alicia Vikander) eine Chance, Bourne wieder zu rekrutieren – und nebenbei ihrer Karriere einen Schub zu geben. Also kocht sie ihr eigenes Süppchen. Aktuelle Themen wie Flüchtlingslager, Snowden-Enthüllungen und Hackerangriffe werden nur gestreift bzw dienen lediglich als Fassade für die Action, die klar im Vordergrund steht.

    Paul Greengrass, der schon die Bourne-Abenteuer 2 und 3 inszenierte, lässt bei dem Actionfeuerwerk wieder die Kameras wackeln und den Cutter rotieren, das einem als Zuschauer stellenweise Hören und Sehen vergeht. Wo andere Regisseure anstreben, minutenlange Szenen ohne Cut zu inszenieren, schneidet Greengrass seine Bilder aus verschiedenen Perspektiven im wilden Stakkato aneinander. Damit erzielt er zwar eine authentische Atmosphäre, beraubt die zum Teil atemberaubenden Stunts aber eines Teils ihrer Wirkung, weil man oft gar nicht so schnell gucken kann, wie schon wieder umgeschnitten wird. Da wären weniger Cuts definitiv mehr gewesen.

    Extras
    Die uns vorliegende DVD bietet einige Specials zur Inszenierung der Actionsequenzen. Durchaus sehenswert, da man sich hier und da schon fragt, wie sie das wohl gemacht haben.

    Fazit

    Inhaltlich hat der neue Bourne nicht viel zu bieten und hält sich formelhaft an das bekannte Story-Gerüst. Was bleibt, ist ein brachiales, temporeiches Actionfeuerwerk, das leider arg hektisch inszeniert wurde, sodass die durchaus sehenswerten Stunts zum Teil nicht zur Geltung kommen und das Zuschauen zeitweise beinahe anstrengend wird.

    Wertung


    Pro

    • atemberaubende Stunts und Verfolgungsjagden
    • extrem hohes Erzähltempo

    Contra

    • Handlung nach altbekanntem Muster ohne neue Ideen
    • Actionszenen unnötig hektisch geschnitten

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

    Klicke für mehr zum Thema , , ,

    Kategorien: Filme
    von Jörg Benne 10.Dez.2016 1.136 x gelesen