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    Mit Jurassic Park landete Steven Spielberg Anfang der 90er einen seiner vielen Kassenknüller, der mit fast 1 Milliarde Einspiel noch heute zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten zählt. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis im aktuellen Reboot-Wahn auch die Dinos wiederentdeckt würden. Das Ergebnis heißt „Jurassic World“ und übertrumpfte mit 1,6 Milliarden Einspiel den Erfolg des Urvaters deutlich. Mit Recht?

    jurassicworld

    (c) Universal Pictures
    Regie: Colin Trevorrow
    Laufzeit: 120 Minuten
    ab 22.10.2015 im Handel
    Trailer ansehen / Bei Amazon bestellen

    Es geht immer was schief
    Nach den Katastrophen im Jurassic Park hat ein reicher Unternehmer die Insel gekauft und den Vergnügungspark mittlerweile unter dem Namen „Jurassic World“ erfolgreich eröffnet. Tausende Besucher gleichzeitig strömen auf die Insel, um die urzeitlichen Riesen zu bestaunen.
    Aber damit die Kunden auch wiederkommen, werden stetig neue Attraktionen gebraucht. So verfiel man auf die Idee, dank der fortschrittlichen Genetik selbst einen Dinosaurier zu erschaffen, den Indominus Rex. Das interessiert auch das Militär und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis mal wieder etwas schief geht und die Katastrophe ihren Lauf nimmt.

    Ich gebe zu: Ich war sehr skeptisch was diesen Film anging. Auch heute sehen Spielbergs Dinos immer noch gut aus und die Story des neuen Films klang so, als würde man im Grunde nur ein Remake mit noch größeren Dinos bieten, um die Kunden zu locken. Bald wird dem Zuschauer dann deutlich, dass nicht nur die Grundidee aus dem Film übernommen wurde. Wieder besuchen zwei Kinder den Park, diesmal nicht die des Besitzers sondern die Neffen der Managerin. T-Rex und Raptoren haben wieder ihren Auftritt, die Flugsaurier kennt man auch schon aus einem der alten Filme, ja selbst Mercedes ist wieder mit seinen Autos prominent vertreten und die Musik von John Williams wurde auch noch recycelt.

    Aber: Das Ergebnis funktioniert trotzdem. Die Dinosaurier sind toll anzuschauen, dazu gibt es halsbrecherische Stunts, die handwerklich perfekt umgesetzt wurden, pointierte Dialoge und andere humorvolle Momente sorgen zwischen all dem Schrecken für erleichternde Momente, damit man auch Kinder (aber zurecht erst ab 12, es werden doch einige Leute gefressen und es spritzt sogar mal Blut) den Film mitgucken lassen kann. Die Besetzung ist auch groß genug, dass man beim einen oder anderen Angst um sein Überleben haben muss, sodass auch für Thrill gesorgt ist.

    Herausgekommen ist spannende Popcorn-Unterhaltung, die vor allem was für’s Auge bietet und auch positive Botschaften („Pfusch nicht mit Genen rum“ oder „Die Natur triumphiert immer“) zu vermitteln hat. Neue Ideen sind zwar rar, aber das gilt für viele AAA-Titel, deshalb kann man das dem Film nicht vorwerfen, zumal er sonst sehr gut umgesetzt ist. Ob man das von der schon angekündigten Fortsetzung noch wird sagen können, bleibt abzuwarten.

    Fazit

    Jurassic World erfindet das Rad nicht neu, der Film dreht es nur ein bisschen schneller als seine Vorgänger. Größerer Park, größere Dinos, bessere Effekte, krassere Action, dazu Spannung und Spaß, mehr kann man von Popcorn-Kino kaum verlangen - mehr hat Jurassic World auch nicht zu bieten. Nichts was man gesehen haben muss, aber wer derlei Filme mag, wird es nicht bereuen ihn sich anzuschauen.

    Wertung


    Pro

    • grandiose Effekte, packende Action
    • gut platzierte Humoreinlagen
    • spannend, wenn auch vorhersehbar

    Contra

    • sehr viele Elemente aus den vorherigen Filmen übernommen
    • einige Logikprobleme

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 21.Okt.2015 2.182 x gelesen