• Werbung

  •  
    Anmelden

    Die anarchische Over-the-top-Action um den Möchtegern-Superhelden „Kick-Ass“ kam nicht nur bei Comiclesern, sondern auch beim breiten Kinopublikum gut an. Also entschied man sich, auch den zweiten Teil der Comicserie zu verfilmen. Kann sie an den großartigen ersten Teil anknüpfen?

    Hit-Girl in der Highschool und neue Helden
    Nachdem Hit-Girls Adoptivvater Detective Williams herausfindet, dass die inzwischen 15jährige Mindy immer noch als Superheldin ihr Unwesen treibt, verdonnert er sie dazu, in die Highschool zu gehen. Tatsächlich versucht sie sich anzupassen, gerät aber an eine fiese Clique von Highschool-Königinnen.
    Derweil will Chris D’Amico den Tod seines Mafioso-Vaters rächen, den Kick-Ass in Teil 1 erledigt hat. Er gründet eine Gang aus Superbösewichtern, die er selbst als „Der Motherfucker“ anführt.
    Kick-Ass, der kurz mit Hit-Girl zusammengearbeitet hat, ist weiter auf der Suche nach Mitstreitern und schließt sich der Chaotentruppe „Justice Forever“ rund um Colones Stars & Stripes an. Doch als die sich mit dem Motherfucker anlegen, gerät die Sache aus den Fugen.

    Während der erste Teil die Geschichte eines ganz normalen Jugendlichen erzählte, der sich in den Kopf setzt, Superheld zu sein und dabei auf die „echten“ Superhelden Big Daddy und Hit-Girl trifft, ist es hier quasi andersherum. Hit-Girl, die ihr ganzes Leben nur Schurken vermöbelt hat, versucht sich als normales Highschool-Mädel. Das bietet den Machern wieder eine Menge Vorlagen, um mit Klischees zu spielen oder sie durch den Kakao zu ziehen. Dabei driftet der anarchische Humor allerdings gern mal ins pubertäre ab (Stichwort: Kotz-Taser).

    Außerdem geht es diesmal eben nicht im Wesentlichen nur um eine Figur, neben Hit-Girl stehen auch Kick-Ass und eben auch der völlig abstruse Motherfucker im Vordergrund. Da diese noch dazu ganze Gruppen von Sidekicks um sich scharen, wird es beinahe ein bisschen zu viel an Charakteren, vor allem da der Film gerade mal knapp 100 Minuten dauert.

    Dennoch bekommt man eine gute Mischung aus Brutalo-Humor und Brachial-Action geboten, sie kann aber eben nicht immer das Niveau des ersten Teils halten. Das liegt u.a. auch daran, dass mit Big Daddy und Mafioso Frank D’Amico zwei charismatische Figuren weggefallen sind, die nicht gleichwertig ersetzt werden. Interessante neue Figuren wie Night Bitch, Mother Russia oder Colones Stars & Stripes haben einfach zu wenig Screentime, um dem Zuschauer wirklich nähergebracht zu werden und der Motherfucker ist dermaßen überdreht, dass er sicher auch nicht jedermanns Nerv trifft.

    Fazit

    Kick-Ass 2 ist noch mehr Over-the-top als der ohnehin schon anarchische erste Teil. Wer den schon zu abgefahren fand, wird hier wohl kaum glücklich. Wer aber wissen wollte, wie es mit Kick-Ass, Hit-Girl und ihrem Widersacher Red Mist (nun: The Motherfucker) weitergeht, der wird hier gut unterhalten, wenn auch nicht ganz so überraschend und witzig wie in Teil 1.

    Wertung


    Pro

    • witzige Figuren
    • brachiale Over-the-top-Action
    • echtes Comic-Feeling

    Contra

    • einige Gags arg zotig
    • Bösewichter arg überzogen

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

    Klicke für mehr zum Thema , ,

    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 16.Dez.2013 2.133 x gelesen

    Kick-Ass 2
    Publisher Universal
    Regie Jeff Wadlow
    Genre Action Comicverfilmung Komödie Superhelden
    Länge103 Minuten
    Altersfreigabeab 18 Jahren
    Weitere Infos
    Termine
    DVD/Blu-Ray19.12.2013 Kaufen
    Kino18.07.2013
     

    Artikel

    Weiterer deutscher Trailer zu Kick-Ass 2

    vom 12.Jun.2013 0 Kommentare

    Deutscher Trailer zu Kick-Ass 2

    vom 28.Mrz.2013 0 Kommentare