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    Nachdem Kingsman an den Kinokassen große Erfolge feierte, war ein Sequel rasch beschlossenen Sache. Konnte Regisseur Matthew Vaughn das hohe Niveau des Vorgängers halten, oder geht ihm wie bei Kick-Ass 2 im Sequel etwas die Luft aus?

    (c) 20th Century Fox
    Laufzeit: 136 Minuten
    ab 01.02.2018 im Handel
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    Das Ende von Kingsman?
    Eggsy wird von Charlie, einem ehemaligen Kingsman-Anwärter, angegriffen und kurz darauf werden fast alle Mitglieder von Kingsman ausgelöscht, nur Eggsy und Merlin überleben durch Zufall. Hinter dem Anschlag scheint der Golden Circle zu stehen, eine neu formierte Verbrecherorganisation, die von der Drogenkönigin Poppy geleitet wird. Mit dem ganzen Circle können es Eggsy und Merlin allein nicht aufnehmen. Hilfe finden sie in Amerika, wo eine ganz ähnliche Organisation wie die Kingsman existiert. Dort treffen sie auch einen alten Bekannten wieder.

    Wo Teil 1 noch eher ruhig begann, geht Kingsman 2 gleich in die Vollen. Zu Beginn gibt es gleich eine fast zehnminütige Verfolgungsjagd durch London, während derer sich Eggsy mit Charlie einen Kampf auf dem Rücksitz des verfolgten Autos liefert. Dieses hohe Tempo kann der Film zwar nicht die ganze Zeit aufrechterhalten, aber die wenigen ruhigeren Momente werden gut und meist humorvoll genutzt, um den Figuren etwas Tiefe zu verleihen und die neuen Charaktere einzuführen. Die sind zum Teil witzig, aber die eine oder andere Figur wirkt etwas platt. So darf Jeff Bridges zum x-ten Mal den nuschelnden Südstaatler geben, während man Halle Berry die nerdige IT-Spezialistin nicht so recht abnimmt. Pedro Pascal ist als lassoschwingender Möchtegern-Womanizer allerdings eine Bereicherung.
    Als Obermotz auf der bösen Seite darf diesmal Julianne Moore ran. Ihre Figur ist genauso brutal überzeichnet wie die von Samuel L. Jackson im ersten Teil, aber hier und da übertreiben es die Macher dann doch. Der Auftritt von Elton John wird beispielsweise zunehmend bizarr und ist nur leidlich witzig.

    Drei Trailer zum Film ansehen

    Der Ablauf der Geschichte erinnert wieder an einen typischen James Bond-Film. Eggsy jettet um die Welt, die von der bösen Poppy bedroht wird, bandelt dabei mit hübschen Frauen an und kämpft sich durch einige rasante Actionszenen. Im Großen und Ganzen ist das unterhaltsam, die Schauwerte stimmen und einige Pointen sitzen. Aber es ist eben wie so oft bei Fortsetzungen: Was beim ersten Mal noch frisch und unverbraucht war, ist beim zweiten Mal nicht mehr ganz so witzig.

    Die uns vorliegende DVD bietet neben einer 12-minütigen Behind-the Scenes Doku zur Eröffnungsszene noch jede Menge Diashows.

    Fazit

    Kingsman The Golden Circle bietet wieder Humor und Over-the-top Action und persifliert dabei James Bond & Co gekonnt, aber eben nicht mehr ganz so genial wie Teil 1. Fans des Vorgängers können trotzdem bedenkenlos zugreifen.

    Wertung


    Pro

    • rasant erzählt
    • gute Actionszenen
    • einige gelungene Pointen

    Contra

    • mancher neuer Charakter eher langweilig
    • hin und wieder tendiert der Humor zum Klamauk

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme
    von Jörg Benne 28.Jan.2018 962 x gelesen