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Von Live-Action-RolePlaying (kurz LARP) haben zwar schon viele Leute gehört, dabei gewesen sind aber wohl nur die wenigsten. Es klingt allerdings auch sehr nerdig, wenn man hört, dass sich dort Leute mit Silikonwaffen verdreschen, Zaubersprüche mit Tennisbällen darstellen, und sprechen, als seien sie wirklich in einer Fantasy-Welt. Knights of Badassdom nimmt eine solche LARP-Veranstaltung als Grundlage für einen kruden Mix aus Fantasy-Komödie und Horrorfilm.

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(c) Ascot Elite
Regie: Joe Lynch
Laufzeit: 86 Minuten
ab 28.10.2014 im Handel
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Wenn LARP real wird
Nachdem Joe von seiner Freundin verlassen wurde, schleppen ihn seine Freunde Eric und Hung mit zu einem LARP. Damit Joe als Teilnehmer akzeptiert wird, muss Hexenmeister Eric ein Beschwörungsritual durchführen, das er aus einem bei eBay ersteigerten Buch abliest. Dummerweise handelt es sich dabei um ein echtes Beschwörungsbuch und so ruft er – zunächst unbemerkt – einen Dämon herbei, der die Gestalt von Joe’s Ex-Freundin annimmt. Bald sehen sich die Freunde dem echten Monster gegenüber, gegen das ihre Silikonwaffen nichts ausrichten können. Doch sie wissen sich zu helfen.

Knights of Badassdom ist ein Film für Phantatik-Geeks, das sieht man schon bei der Besetzung. Mit Peter Dinklage (Game of Thrones), Ryan Kwanten (True Blood) und Summer Glau (Terminator SCC, Firefly) sind mehrere Stars aus der Phantastik-Szene dabei und mit Steve Zahn wurde ein Comedy-Veteran gewonnen.

Zu Beginn überzeugt der Film auch mit guten Gags, der die LARP-Nerds gekonnt aber liebevoll auf die Schippe nimmt. Besonders der exzentrische Spielleiter ist für einige Lacher gut und auch Pen&Paper-Rollenspieler werden an vielen Einlagen ihren Spaß haben. Leider wechseln sich aber oftmals gelungene Passagen mit schlechten ab, die zuweilen sogar dezent langweilen. Mit dem Auftauchen des Dämons wird der Streifen dann auch mehr und mehr zum x-beliebigen Horror-Film, bei dem der Humor eher eine Nebenrolle spielt. Als solcher funktioniert er allerdings nicht besonders gut, denn weder die Dämonen-Braut noch die später auftauchende Kreatur sind wirklich überzeugend oder gar grauenerregend, aber auch nicht wirklich lustig. Der Humor driftet in dieser Phase zu oft in Albernheiten ab.

Letztlich müssen sich die Macher den Vorwurf gefallen lassen, dass sie offenbar nicht recht wussten, was sie eigentlich wollten. Hätte man sich auf die (durchaus hintergründige) Kerngeschichte konzentriert, hätte Knights of Badassdom mit seinen vielen guten Ideen ein Fest für Geeks werden können. Auch so ist der Streifen allemal besser, als die unsäglichen „Pute von Panem“ und Konsorten. Insgesamt nimmt der Film sich aber an einigen Stellen zu ernst und die Horror-Elemente sind arg albern und trashig geraten.

Tipp: Wer einen spannenden LARP-Film sucht, dem sei The Wild Hunt ans Herz gelegt.

Fazit

Knights of Badassdom hätte das Zeug zu einem Fest für Geeks und Nerds. Leider hat man aber nicht nur eine LARP-Comedy, sondern auch noch eine Horrorfilm-Hommage machen wollen, und beides passt nicht recht zusammen. Angesichts der Voraussetzungen daher eine gewisse Enttäuschung, LARPer und Rollenspieler werden aber ihren Spaß haben.

Wertung


Pro

  • einige gute Gags zum Thema LARP
  • gut aufgelegte Schauspieler

Contra

  • ab Auftauchen des Dämons sehr klischeehaft
  • Kreatur sehr trashig
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Kategorien: Fantasy, Filme, Horror
von Jörg Benne 14.Okt.2014 2.481 x gelesen

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