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    Home Invasion ist ein beliebtes Genre im Horror-Thriller Bereich, wenngleich das Konzept eigentlich immer dasselbe ist. Der aktuell erscheinende „Kristy“ versucht es dabei eine Nummer größer als andere aktuelle Vertreter wie „The Purge“ oder „Your’re Next“, denn hier bekommen wir es quasi mit einer „Campus Invasion“ zu tun.

    kristy_cover

    (c) Tiberius Film
    Regie: Oliver Blackburn
    Laufzeit: 81 Minuten
    ab 07.08.2014 erhältlich
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    Allein an der Uni
    Thanksgiving, trautes Heim, Truthahn und danach Shoppen am Black Friday. All das gilt nicht für Justine, denn sie hat kein Geld für ein Flugticket und bleibt daher mit ihrer Freundin über die Feiertage auf dem Campus. Als dann auch noch ihre Freundin kurzfristig von ihrem Vater abgeholt wird, ist Justine ganz allein – aber dank der Security muss sie sich eigentlich keine Sorgen machen. Eigentlich. Doch dann trifft sie beim Einkaufen durch Zufall auf Violet, die für ihre Mörderclique ein neues Opfer sucht, eine neue Kristy, wie sie ihre Opfer immer nennen. Kurz darauf beginnt für Justine der Kampf ums Überleben.

    Abgesehen davon, dass mit dem Campus in ein weitaus größeres Areal eingedrungen wird und Justine zu Beginn einige Helfer zur Seite stehen, nimmt die Story den bekannten Verlauf und hält kaum Überraschungen bereit. Die Jagd auf die Studentin ist aber gut inszeniert und ihre Wandlung im Laufe der Handlung durchaus nachvollziehbar.
    Bei der Inszenierung wird auf einen hohen Blutzoll verzichtet, daher auch die 16er-Freigabe. Dafür punktet der Film mit einer dichten Atmosphäre, auch wenn diese zum Teil auf Klischees basiert (wie passend, das gerade zur Invasion das Licht im ganzen Campus Aussetzer hat, und Nebelschwaden über das Gelände ziehen). Davon ab ist der Film grundsolide, durchaus spannend und man kann sich sehr gut in Justines Situation versetzen, weil Haley Bennett (The Hole) einen guten Job macht. Das gilt genauso für Ashley Greene, die Violet einen geheimnisvollen Touch gibt, ihre männlichen Mit-Mörder bleiben allerdings im wahrsten Sinne des Wortes gesichtslos.

    Es ist letzten Endes vor allem der Anfang, der den Streifen im Durchschnitt versacken lässt. So beginnt der Film mit dem Tod der letzten Kristy und anschließend wird die (etwas dünne) Motivation der vier Bösen dargelegt. Wenn dann Justine ins Spiel kommt, ist sonnenklar, was passieren wird, auch wenn der Film sich fünfzehn Minuten Zeit lässt, um uns die Protagonistin und ihren Alltag vorzustellen. Hätte man sich den Anfang gespart, wäre immerhin das Rätsel geblieben, warum es das Quartett auf Justine abgesehen hat und wieso sie sie Kristy nennen. Als Justine das letztlich erfährt, ist es für den Zuschauer nur eine Wiederholung – verschenktes Mystery-Potential.

    Fazit

    Kristy bietet eine solide „Campus Invasion“ nach bewährtem Strickmuster. Wer davon nicht genug bekommen kann, erhält hier einen straff inszenierten, spannenden Horror-Thriller ohne große Höhen oder Tiefen. Wer dabei auf blutige Slasher-Momente hofft, ist hier allerdings falsch.

    Wertung


    Pro

    • glaubwürdige Hauptfigur
    • gute Atmosphäre, durchweg spannend

    Contra

    • Motivation der Angreifer wird am Anfang verraten
    • Ablauf birgt kaum Überraschungen
    • ein paar Klischees zu viel

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 2.Aug.2014 4.887 x gelesen