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    Science Fiction ist derzeit bei den Filmemachern groß in Mode, diverse Big Budget Produktionen beweisen das. Umso schwieriger wird es für kleine Produktionen, Aufmerksamkeit zu erlangen. „The Last Days on Mars“ versucht dies, indem es SF mit dem Horror-Genre mixt, was ja schon bei Alien und Konsorten gut funktioniert hat.

    lastdaysonmars

    (c) Universum Film
    Laufzeit: 97 Minuten
    ab 15.08.2014 im Handel
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    Am letzten Tag geht alles schief
    Eigentlich hat die Besatzung der Aurora 2-Mission ihren 6-monatigen Einsatz auf dem Mars so gut wie hinter sich. Der letzte Tag ist angebrochen, die Ablösung auf dem Weg, der lange Heimflug steht bevor. Doch nicht jeder freut sich auf die Rückkehr zur Erde, denn auf der Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars blieb man erfolglos. Doch dann bricht Wissenschaftler Petrovic nochmal auf, um eine Probe zu nehmen, denn er glaubt, etwas gefunden zu haben. Ein Unfall geschieht und fördert Unglaubliches zu Tage – bald muss die Crew um ihr Leben kämpfen.

    Man muss es klar sagen: The Last Days on Mars ist eher was für die Horror-Fraktion als für SF-Fans. Das gilt insbesondere dann, wenn man auf Realismus wert legt, denn dass der Mars nur 1/3 der Anziehungskraft der Erde hat, wird hier kurzerhand mal vergessen, wenn man die Astronauten z.B. über die Oberfläche joggen lässt, was genauso aussieht, als täten sie es auf der Erde. Horror-Fetischisten bekommen zwar viel Spannung und Grusel geboten, sollten aber keinen Splatter erwarten.

    Besonders einfallsreich ist der Film auch nicht. Im Grunde haben der bislang nur im Kurzfilm-Bereich bekannte Regisseur Ruairi Robinson und Drechbuchautor Clive Dawson die Grundidee von The Thing aus der Antarktis auf den Mars verlegt – und statt eines Gestaltwandlers bekommt es die Crew mit einem anderen Problem zu tun. Die Atmosphäre ist jedenfalls ähnlich klaustrophobisch, mit der beengten Bodenstation, der lebensfeindlichen Umgebung und der Ausweglosigkeit der Situation.

    Womit wir dann auch bei den positiven Dingen wären. Die Geschichte mag ja in den Grundzügen bekannt sein, wird aber spannend erzählt und ist gut inszeniert. Dazu trägt auch der mit B-Stars gespickte Cast (u.a. Liev Schreiber, Elias Koteas) bei, deren Mitglieder allesamt gute Arbeit abliefern. Auch die Effekte können sich durchaus sehen lassen und so wird man knapp 100 Minuten spannend unterhalten. Leider wirkt das Ende etwas überhastet und trübt den Gesamteindruck ein wenig.

    Fazit

    The Last Days on Mars ist in erster Linie ein Horror-Thriller und nutzt die Science-Fiction nur als Vehikel. Wer sich dessen bewusst ist und keine falschen Erwartungen hegt. wird trotz nicht wirklich neuer Geschichte ordentlich unterhalten – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Wertung


    Pro

    • packende, klaustrophobische Atmosphäre
    • ordentliche Effekte

    Contra

    • allzu bekannte Geschichte
    • Mars-Setting unrealistisch umgesetzt
    • überhastetes Ende

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror, Science-Fiction
    von Jörg Benne 7.Aug.2014 6.218 x gelesen