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    Unter dem ziemlich seltsamen Sprachenmischmasch-Titel „Maschinenland – Mankind Down“ kommt der Low-Budget-Erstling Revolt des Filmemachers Joe Miale nach Deutschland. Wiedermal werden Aliens auf die Menschheit losgelassen – allerdings in Afrika, das (von District 9 mal abgesehen) in der SF ja meist keine Rolle spielt. Kann er an die Erfolge eines Neill Blomkamp anknüpfen und das Genre bereichern?

    (c) Koch Media
    Laufzeit: 87 Minuten
    ab 26.10.2017 im Handel
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    Von Drohnen gejagt
    Aliens sind auf der Erde gelandet, ihre Drohnen fallen über Städte her und haben große Teile der menschlichen Zivilisation ausgelöscht. In Kenia wird aber noch gekämpft.
    Hier kommt ein US-Soldat ohne Erinnerung in einer Polizeistation zu sich. Gemeinsam mit der toughen Ärztin Nadja macht er sich auf den Weg zu seinem Stützpunkt, immer auf der Flucht vor den Alien-Drohnen und auf der Suche nach seiner Identität.

    Bei Low-Budget-SciFi stellt sich eigentlich immer zuerst die Frage nach der Qualität der Special Effects. Die sind hier durchaus gut gelungen und weitgehend überzeugend, auch wenn man den Einsatz von CGI hin und wieder recht deutlich erkennen kann. Auch bei den Schauspielern wurde nicht übermäßig gespart. Hauptdarsteller Lee Pace wird vielen bekannt vorkommen, sofort erkennen werden die meisten ihn allerdings nicht, da er vor allem stark geschminkt als Elbenkönig Thranduil aus den Hobbit-Filmen bekannt ist. Neben ihm agiert Skyfall-Bondgirl Bérénice Marlohe, die die Ärztin allerdings etwas zu tough spielt, sie wirkt eher wie eine Heroine a la Lara Croft. Dennoch, von der Ausstattung her stimmt hier alles und die Schauplätze in Kenia sind mal was anderes.

    Leider krankt es aber am Drehbuch, das auch vom Regisseur stammt. Wird zu Beginn noch klassische Endzeit-Kost geboten und mit packender Action untermalt, fallen im weiteren Verlauf einige Dialoge durch ihre Hölzernheit auf. Dazu gibt es diverse Widersprüchlichkeiten und Logikfehler, beispielsweise was ein Tattoo des Protagonisten angeht. Insgesamt wirkt die Handlung ziemlich ziellos. Warum die Hauptperson, trotz Amnesie, unbedingt zu seinem Stützpunkt will, bleibt z.B. im Dunkeln. Noch dazu findet die Geschichte ein eher unbefriedigendes Ende.

    Das ist bedauerlich, denn der Film hat einige starke Szenen zu bieten. Da es aber mangels Story am Kitt zwischen diesen Szenen mangelt, wirkt der Film manchmal wie aus Versatzstücken von diversen SF- und Endzeitfilmen zusammengestückelt und kann daher sein Potential nicht abrufen. So gesehen passt dann auch der seltsame deutsche Titel wieder ins Bild.

    Die Extras auf der Blu-Ray sind relativ karg: Neben dem Trailer gibt es ein 15minütiges Behind-the-Scenes, das aber überwiegend aus den gegenseitigen Beweihräucherungen von Schauspielern und Regisseur besteht a la „Mit ihm zu arbeiten war SO toll, eine unglaubliche Erfahrung, er ist so talentiert blabla…“

    Fazit

    Trotz guter Umsetzung und eines unverbrauchten Settings versackt Maschinenland – Mankind Down im Durchschnittssumpf. Die Handlung ist einfach zu ziellos und oberflächlich, um den Zuschauer die volle Spielzeit über zu packen. So bleibt er nur dank einiger starker Szenen im Gedächtnis – die man so ähnlich aber auch schon in anderen Filmen zu genüge gesehen hat. Für Hardcore-SF-Fans aber einen Blick wert.

    Wertung


    Pro

    • unverbrauchtes Setting
    • ordentliche Effekte

    Contra

    • dünne, ziellose Handlung
    • wirkt ein wenig zusammengestückelt

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Science-Fiction
    von Jörg Benne 25.Okt.2017 1.173 x gelesen