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    Nach „Dragon Age: Dawn of the Seeker“ im Januar bekommt nun auch die zweite große Rollenspiel-Marke von BioWare ihren Funimation-Anime: Mass Effect: Paragon Lost erzählt die Vorgeschichte des aus dem Spiel „Mass Effect 3“ bekannten Marines James Vega.

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    Regie: Atsushi Takeuchi
    Laufzeit: 94 Minuten
    FSK: ab 16 Jahren
    Release: 26. April 2013
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    Erstmal ballern

    Der Film beginnt mit einer Actionsequenz. Die Eliteeinheit um Vega wird zur Kolonie Fehl Prime geschickt, die seit einiger Zeit von den Söldnern des Blood Packs belagert wird. Da Fehl Prime wichtige Medikamente produziert, ist eine Sicherung der Kolonie von großer Bedeutung. Doch alles geht schief, Vegas Captain wird verletzt und so übernimmt der Lieutenant das Kommando und führt seine Truppe doch noch zum Erfolg. Zu seinem Verdruss wird seine Einheit aber auch danach auf Fehl Prime stationiert, zwei langweilige Jahre vergehen.
    Mit dem Auftauchen eines seltsamen Artefakts, das ein Störsignal aussendet, wendet sich aber das Blatt. Vega und seine Truppe stehen plötzlich den mächtigen Kollektoren gegenüber, die es auf die Kolonie abgesehen haben.

    Gelungene Spiel-Reminiszenz

    Freunde der Spiele-Serie werden den Film natürlich mit anderen Augen sehen als solche, die mit dem Mass Effect-Universum bislang nicht in Berührung kamen. Doch abgesehen von einigen Anmerkungen zu Shepard, den Vega als Held verehrt, sollten auch Nicht-Kenner der Geschichte gut folgen können. Die Fans freuen sich über ein paar Kurzauftritte bekannter Figuren aus dem Spiel und natürlich erkennen sie auch Waffen und Fahrzeuge (z.B. Mako-Panzer) wieder. Allerdings wissen alle, die sich in Mass Effect 3 mit James Vega über seine Vergangenheit unterhalten haben, was passiert, da haben die Unbedarften die Spannung auf ihrer Seite.
    Denn neben viel Action und Militärbefehlston zwingt die Geschichte des Films dem Protagonisten am Ende auch eine der schwerwiegenden Entscheidungen auf, die für die Mass Effect-Serie typisch sind. Da wendet sich das Blatt dann doch noch in Richtung Drama.

    Technisch enttäuschend

    Während die Geschichte nach eher drögem Dauergeballer-Beginn zum Ende hin überzeugen kann, bleibt der Film technisch Mittelmaß. Wer höchste Anime-Kunst erwartet, wie sie z.B. das Studio Ghibli (Chihiro’s Reise ins Zauberland) serviert, wird enttäuscht und selbst der Dragon Age-Film aus gleichem Hause sah deutlich besser aus. Im Gegensatz zu diesem setzt Paragon Lost nahezu komplett auf Handzeichnungen, kommt dabei aber über das Niveau diverser Anime-TV-Serien nicht hinaus. Besonders bei den oft abgehackten Bewegungen und dem zuweilen hölzernen Minenspiel fällt das negativ auf.

    Fazit

    Paragon Lost überrascht nach eher mauem Beginn mit einer durchaus interessanten Geschichte, auch wenn das eine oder andere Plothole für Stirnrunzeln sorgt. Mass Effect-Fans werden sich über die eingestreuten Reminiszenzen freuen. Schade, dass es technisch nur zu Mittelmaß gereicht hat.

    Wertung


    Pro

    • Spannende Story
    • Wiedererkennungswert für Mass Effect-Fans
    • Auch für Nicht-Kenner der Serie geeignet
     

    Contra

    • Zu Beginn stumpfes Geballer und einige Plotholes
    • technisch nur Mittelmaß

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Science-Fiction
    von Jörg Benne 1.Mai.2013 1.660 x gelesen