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    Die Minions waren schon in den beiden „Ich, einfach unverbesserlich“-Filmen die heimlichen Stars. Die Frage, woher sie stammen und wie sie zu Gru kamen, blieb dabei jedoch unbeantwortet. Nur folgerichtig, denen kleinen Kerlen ihren eigenen Film zu geben. Aber können sie mit ihrem Gebrabbel auch eine Geschichte tragen?

    minions

    (c) Universal Pictures
    Regie: Kyle Balda, Pierre Coffin
    Laufzeit: 87 Minuten
    ab 12.11.2015 im Handel
    Trailer ansehen / bei Amazon bestellen

    Vom Steinzeitmensch zum Overkill
    Schon immer wollten die Minions dem größten und fiesesten Boss dienen. Aber nachdem sie ihren letzten verärgert haben, vegetieren sie ohne Aufgabe in eisiger Einöde vor sich hin – bis sich Kevin, Stuart und Bob aufmachen, einen neuen Boss zu finden. Es verschlägt sie ins Amerika der 60er Jahre, wo sie von der Villain Con erfahren, einem Treffen der fiesesten Schurken der Welt. Dort liefert Superschurkin Scarlett Overkill eine große Show ab und die drei dienen sich ihr an. Um sich zu beweisen, sollen die Minions ihr die Krone der Königin von England stehlen.

    Der Beginn des Films ist eine echte Schau. Wie die Minions immer wieder versehentlich ihre Bosse verärgern oder gar um die Ecke bringen ist herrlich anarchisch und sorgt für viele Lacher (vorausgesetzt, man hat sich die Trailer nicht angesehen, sonst kennt man fast alle Gags schon). Auch die Ankunft in New York ist noch lustig und obwohl die Minions nur unverständlich brabbeln, kann man der Geschichte gut folgen.

    Mit dem Auftritt von Scarlett Overkill geht dem Film dann allerdings etwas die Luft aus. Anders als Gru, der ja nur nach außen den fiesen Schurken gibt und im Herzen ein guter Mensch ist, ist Scarlett einfach nur schräg, schrill und fies – und ihr Sidekick Howard einfach nur doof. Ihre Pläne sind verglichen mit denen Grus profan und es mangelt an Herz. So müssen die Minions es auch im weiteren Verlauf richten und landen dabei immer wieder ein paar Gags mit ihren kurzweiligen, respektlosen Albernheiten, die eigentliche Geschichte ist allerdings sehr dünn und schnell vergessen und die Anzahl der Lacher hält sich im Mittelteil doch arg in Grenzen.

    Dass das Solo-Abenteuer nicht zu sehr enttäuscht (wie das der „Pinguine aus Madagascar“ zuletzt) ist zum einen dem wohl unwiderstehlichen Charme der Minions und zum anderen dem geglückten Ende zu verdanken, das nochmal ein paar gute Lacher und eine gelungene Überleitung zu „Ich, einfach unverbesserlich“ bietet.

    Die Blu-Ray bietet neben dem Hauptfilm und den üblichen Blabla-Extras noch einige Kurzfilme (zwei mit den Minions, einer dreht sich um die Räuber-Familie Nelson) sowie ein Weihnachtslied zum mitsingen (auf Minionisch versteht sich). Die Minifilme sind nett, reichen aber auch nicht an die Qualität der Episoden heran, die Teil 2 beilagen.

    Fazit

    Die knuddeligen Minions treiben wieder ihren Schabernack, das Drumherum kommt allerdings diesmal zu kurz, der Geschichte mangelt es an Herz. Die gelungenen Gags und ein gutes Ende fangen das aber recht gut auf, wer die Trailer gesehen hat, kennt die besten allerdings schon.

    Wertung


    Pro

    • herrlich anarchischer Humor
    • viele witzige Details

    Contra

    • Schurkin Scarlett ist langweilig und unsympathisch
    • der Story fehlt es an Herz

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 7.Nov.2015 4.567 x gelesen