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    Science-Fiction steht an der Filmfront hoch im Kurs – und das nicht nur in Hollywood. Der vorliegende Film kommt aus Spanien und wird vom deutschen Vertrieb mit Passengers und Moon verglichen. Kann der Film bei diesen Vorbildern tatsächlich mithalten?

    (c) Koch Media
    Laufzeit: 91 Minuten
    ab 07.12.2017 im Handel
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    Allein im Weltraum
    Helena lebt seit ihrer Geburt auf einem kleinen Siedlerschiff, die letzten Jahre allein. Nach einem Fehler in der Sauerstoffversorgung mussten die Eltern das Schiff vorzeitig verlassen und ließen ihre Tochter allein zurück, damit wenigstens sie nach zwanzig Jahren einen entfernten Planeten erreichen und mit anderen besiedeln kann. An einem Außenposten dockt der Ingenieur Alex an das Schiff an, um die Sauerstoffversorgung wiederherzustellen. Nach der langen Zeit ohne jegliche soziale Kontakte fühlt sich Helena stark zu Alex hingezogen, doch der Ingenieur ist nur für kurze Zeit an Bord. Ihre Begegnung bleibt jedoch nicht ohne Folgen. Alex beschließt, zu Helena zurückzukehren und ihr die Wahrheit über ihren Flug zu enthüllen.

    Zu Beginn des Films wird man mit einigen Ungereimtheiten konfrontiert. Warum die Eltern das Schiff verlassen haben, wieso ein Siedlerschiff überhaupt nur drei Personen aufnimmt und wie Helena in der langen Zeit halbwegs bei Verstand bleiben konnte – all das bleibt zunächst unklar. Zwar wird das eine oder andere dann geradegerückt, doch im Grunde werden gleich zu Beginn die Schwächen des Films offenbar und die liegen in der Story. Der Plot ist dürr, alle Figuren außer den beiden Protagonisten bleiben blass und vor allem die Motive und das Handeln der Antagonisten sind oft wenig nachvollziehbar. Hinzu kommt noch, dass die Grundidee nicht neu und die folgenden Wendungen (der Trailer spoilert die erste) wenig überraschend sind. Immerhin, die Sozialkritik, die man von einem SF-Film erwarten kann, kommt nicht zu kurz.

    Die solide Inszenierung und die beiden guten Hauptdarsteller bewahren den Film vor einem Flop. Zwar kann sich der Film die meiste Zeit nicht recht entscheiden, ob er nun SciFi, Lovestory oder Action in den Vordergrund stellen will, sodass nur selten echte Spannung aufkommen mag, doch die Chemie zwischen den Darstellern stimmt, und Clara Lago hat mit ihren unschuldigen Rehaugen die Sympathien sofort auf ihrer Seite. Auch technisch ist dem Film nichts vorzuwerfen, auch wenn Special Effects nur rar gesät sind.

    An Extras bietet die Blu-Ray neben Trailer, Teaser und TV-Spots ein 5-minütiges Making-Of.

    Fazit

    Orbiter 9 bietet leider nur eine dürre, in vielen Punkten nicht zuendegedachte Geschichte. Die Inszenierung kann sich aber sehen lassen und die Hauptdarsteller sind überzeugend und sympathisch, sodass man insgesamt immerhin noch ganz ordentlich unterhalten wird.

    Wertung


    Pro

    • überzeugende Hauptdarsteller
    • solide Inszenierung, gute Musik

    Contra

    • Handeln der Antagonisten oft unklar
    • Story wirkt insgesamt nicht wirklich durchdacht
    • Spannung wird oft verschleppt

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Science-Fiction
    von Jörg Benne 5.Dez.2017 486 x gelesen