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    Splendid hat dieser Tage einen weiteren B-Movie veröffentlicht, der den darbenden Fans von High-Fantasy-Filmen die Zeit bis zum nächsten Hobbit-Teil verkürzen will. Es geht, wie so oft, um Drachen und einen Auserwählten.

    paladin_kkoenig

    USA 2013
    (c) Splendid Film
    Laufzeit: 88 Minuten
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    Inhalt
    Nach der Besetzung ihres Landes ist die junge Adelige Ellen mit dem Teil eines heiligen Artefakts auf dem Weg zur Krönung des rechtmäßigen Königs. Ihre Tante findet unterwegs den Tod, während Ellen von einem Schmuggler gerettet wird. Sie verspricht ihm eine Belohnung, wenn er sie zur Krönung bringt. Doch neben einem Drachen, der das Artefakt vernichten will, trachten auch die Besatzer und einer ihrer Magier Ellen nach dem Leben. Und dann ist da noch eine Prophezeiung, in der das Artefakt eine wichtige Rolle spielt.

    Die Geschichte ist alles andere als die Stärke von Paladin: Die Krone des Königs. Der Film nimmt sich recht wenig Zeit für eine Einführung und so bleibt verworren, was die Krönung überhaupt mit dem Artefakt zu tun hat. Das wird jedoch zum Teil durch die beiden guten Hauptdarsteller wieder wettgemacht, die ja für einen B-Movie nicht selbstverständlich sind. Sinnliche und humorvolle Szenen bringen beide Figuren dem Zuschauer näher, sodass der halbwegs bei der Sache bleibt – trotz der vielen Mängel.

    Denn die sind leider zahlreich. Die Kampfszenen sind armselig, verglichen mit dem vor Kurzem erschienenen Schattenkrieger waren hier Amateure am Werk. In Sachen Tricktechnik beschränkt sich der Film zwar beinahe ausschließlich auf die Drachen, auch die und ihr allzu offensichtlich einkopiertes Feuer sind aber nicht überzeugend. Besser ist da hingegen der Rabenmann umgesetzt.
    Die eigentliche Schwäche ist aber das Drehbuch. Abgesehen von der Klischeehaftigkeit tappt der Zuschauer einfach zu sehr im Dunkeln, was das große Ganze angeht. Das Verhalten einiger Figuren bleibt rätselhaft, insbesondere wenn diese ihre Motive urplötzlich ändern. Das äußerst abrupte Ende passt da ins Bild.

    Bei all dem Gemecker sollte man aber nicht die gelungene Musik verschweigen. Diese ist wirklich hörenswert und unterstreicht vor allem die Szenen, die aus dem Film herausstechen, z.B. wenn Ellen mit magischen Zeichen bemalt wird.

    Fazit

    Paladin ist klassische B-Movie-Kost für Fantasy-Fans, die meist mit dem einen oder anderen Problem zu kämpfen hat. Während die Darsteller hier gute Arbeit abliefern, ist das Drehbuch mal wieder der Knackpunkt. Dazu kommen schwache Tricktechnik und armselige Kampfchoreographie. So bleibt außer einem sympathischen Hauptdarstellerpaar und der Musik leider nichts auf der Habenseite. Dennoch gilt: Wegen nicht gerade zahlreicher Alternativen ist der Film für High-Fantasyfans auf Entzug einen Blick wert.

    Wertung


    Pro

    • gute Hauptdarsteller
    • gelungene Musik

    Contra

    • wirre Geschichte
    • armselige Kampfchoreographie
    • wenig überzeugende Effekte

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 31.Jul.2013 5.813 x gelesen