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    Brian De Palma galt lange Zeit als Meisterregisseur, ihm wurden gar die Fußstapfen von Meister Alfred Hitchcock angetragen. Seinem Lieblingsgenre, dem Krimi-Thriller, widmete er sich zuletzt 2006 in Black Dahlia. Nach längerer Schaffenspause meldet er sich nun mit einer deutsch-französischen Co-Produktion zurück.

    passion_cover

    (c) Ascot Elite
    Regie: Brian De Palma
    Laufzeit: 98 Minuten
    seit 19.11.2013 im Handel
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    Zickenkrieg in der Werbewelt
    Christine Stanford leitet die Berliner Filiale einer internationalen Werbefirma und hat nur ein Ziel: Sie will zurück nach New York. Mit der kreativen Isabelle verbindet sie eigentlich eine gute, fast freundschaftliche Beziehung. Als Isabelle aber einen genialen Einfall zu einer neuen Werbekampagne hat, sieht Christine ihre Chance gekommen und reklamiert die Lorbeeren kurzerhand für sich. Das lässt die sonst eher schüchterne Isabelle nicht auf sich sitzen und revanchiert sich, der Konflikt schaukelt sich immer mehr hoch, bis schließlich ein Mord geschieht.

    Passion ist ein Remake des französischen Films „Liebe und Intrigen“ aus dem Jahr 2010. Dort spielten Kristin Scott Thomas und Ludivine Sagnier die Hauptrollen, diesmal sind es Noomi Rapace und Rachel McAdams. Letztere, oft die nette Unschuld in diversen Romantic Comedys (Die Frau des Zeitreisenden, Die Hochzeits-Crasher …), gibt in den Extras auch offen zu, dass sie beim Lesen des Skripts eigentlich gedacht habe, dass man ihr die Rolle von Isabelle antragen würde. Als fies mobbende Chefin ist McAdams aber durchaus überzeugend und auch Noomi Rapace (Prometheus) trägt ihren Teil dazu bei, dass das Psycho-Duell der beiden Frauen über weite Strecken glaubwürdig erscheint.

    Allerdings hat De Palma das Skript teilweise umgeschrieben und die Geschichte wird zunehmend surrealistischer, immer wieder sieht man Isabel einschlafen und wird zunehmend unsicher, ob das Gesehene nun wirklich geschieht oder sie nur ihre Rachefantasien im Traum auslebt. Das tut der ohnehin recht konstruiert wirkenden Geschichte nicht gut.
    Fans des Regisseurs werden sich hingegen darüber freuen, dass De Palma seinem Stil bei Inszenierung und Kameraarbeit treu bleibt, und auch diverse Reminiszenzen an seine eigenen Werke aber auch an sein Vorbild Alfred Hitchcock verbaut hat. Im Finale, wenn wir von oben in ein Treppenhaus schauen und uns vielleicht an Vertigo erinnern, klingt sogar die Musik, als sei sie direkt aus einem Hitchcock-Film entnommen.

    Fazit

    Brian de Palma bleibt sich treu – das wird seine Fans freuen. Wer hingegen einfach einen spannenden Thriller schauen will, wird mit dem Film wohl weniger glücklich, dazu mangelt es mitunter an Spannung und wirkt die Geschichte in einigen Teilen doch etwas zu konstruiert.

    Wertung


    Pro

    • ansprechend "klassisch" inszeniert
    • überzeugende Hauptdarstellerinnen

    Contra

    • Verwirrspiel um Wach/Traum nicht jedermanns Sache
    • Geschichte nicht immer überzeugend

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme
    von Jörg Benne 3.Dez.2013 1.577 x gelesen