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    Illumination hat mit „Ich, einfach unverbesserlich“ und den Minions den Sprung in den Animations-Olymp geschafft. Auch ihre Pets sind mit einem weltweiten Einspielergebnis von fast 900 Mio $ ein Megaerfolg – offenbaren aber dieselben Schwächen wie das Minions-Soloabenteuer.

    pets

    (c) Universal Pictures
    Regie: Yarrow Cheney, Chris Renaud
    Laufzeit: 83 Minuten
    ab 25.11.2016 im Handel
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    Kumpels wider Willen
    In einem New Yorker Hochhaus lebt Hund Max ein zufriedenes Leben – bis seine Besitzerin eines Tages Duke aus dem Tierheim anschleppt. Der deutlich größere Hund macht sich in der Wohnung breit und Max seinen Platz streitig, bis der einen Weg findet, ihn zu erpressen. Als Max es damit übertreibt, reißt Duke aus und zerrt Max mit sich. Die beiden werden von einem Tierfänger erwischt und sehen sich schon im Tierheim, doch dann tritt das durchgedrehte Kaninchen Snowball auf den Plan, das eine Guerilla-Gruppe ausgesetzter Haustiere anführt. Zum Schein schließen sich Max und Duke ihm an.
    Zugleich organisiert Hündin Gidget mit einigen Tierfreunden eine Rettungsaktion für Max.

    Die Trailer zu Pets waren sehr vielversprechend und offenbarten schon ein Feuerwerk toller Gags und witziger Tier-Charaktere. Aber wie bei Minions leben auch die Pets von den skurrilen Charakteren, der Situationskomik und teils irrwitzigen Slapstickeinlagen, in Sachen Story bleibt Pets aber sogar noch blasser als der Minions-Film. Die Geschichte zweier Hunde, die sich zuerst spinnefeind sind und dann (notgedrungen) zu besten Kumpels werden, ist einfach ein bisschen dünn.

    Das soll aber nicht heißen, dass Pets ein schlechter Film wäre. Technisch ist ohnehin alles auf sehr hohem Niveau und man hat auch viel zu lachen, weil die Macher einfach jede Menge aberwitzige Ideen haben. Genau das war aber vielleicht auch das Problem. Zu viele Verfolgungsjagden und vor allem viel zu viele Charaktere, da blieb für eine runde Geschichte wenig Zeit. Dabei ist deren Grundthematik mit den verstoßenen Haustieren, die sich rächen wollen, sogar durchaus lobenswert, das Potential wird aber nicht annähernd ausgeschöpft, sodass man zwar einige Lacher erlebt, den Film aber eher als Ansammlung guter Gags denn als Gesamtwerk in Erinnerung behalten wird.

    Extras
    Wie im Genre üblich, gibt es auf der Disc nicht nur ein Making-Of und ein paar Specials mit den US-Synchronsprechern, sondern auch Kurzfilme, sogar gleich deren drei. Minions-Fan kommen bei „Rasenmäher-Minion“ garantiert auf ihre Kosten, die beiden anderen Filme sind indes bestenfalls mittelprächtig. Vor allem das Würstchen-Musical wirkt wie eine brave Variante der Sausage Party.

    Fazit

    Pets hat jede Menge skurrile Tiercharaktere, Slapstick und Situationskomik zu bieten. Die übergreifende Geschichte ist allerdings recht dünn und das Potential der Idee wird nicht wirklich ausgeschöpft. So ist der Film ein kurzweiliger Spaß, der aber nicht groß in Erinnerung bleiben wird.

    Wertung


    Pro

    • technisch auf hohem Niveau
    • skurrile Charaktere
    • viele zündende Gags

    Contra

    • von denen man zu viele aus den Trailern kennt
    • Gesamtgeschichte eher dünn

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 23.Nov.2016 1.293 x gelesen
    • Cyrill

      Meiner Ansicht nach erzählt der Film unterschwellig nochmal die offizielle 9/11-Version:
      Interpretationsansatz auf pets.pytalhost.de