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    Im Zuge der Schwemme von Zombie-Filmen gab es bereits diverse Komödien, die uns sogar schon Untote auf dem Fussballplatz boten. Nun soll uns die Kombination von Pfadfindern und Zombies zum Lachen bringen. Mission erfüllt?

    scoutszombies

    (c) Paramount Pictures
    Regie: Christopher Landeon
    Laufzeit: 89 Minuten
    ab 24.03.2016 im Handel
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    Allzeit bereit – auch gegen Untote
    Ben, Carter und Augie sind bei den Scouts – als einzige in der Stadt, denn alle anderen in ihrer Altersklasse finden das ziemlich uncool. Ben und Carter eigentlich auch, aber Augie zuliebe blieben sie bislang dabei. Deshalb sind die drei auch allein im Wald in einem Zeltlager, als in der Stadt eine Zombieepidemie ausbricht. In der Nacht stehlen sich Ben und Carter davon, um auf eine Party zu gehen, und finden die Straßen verlassen vor – bis ihnen die ersten Untoten über den Weg laufen. Von da an geht es ums nackte Überleben.

    Der Film paart Horror-Klischees mit Pennäler-Witzen, so viel sollte jedem klar sein. Von daher geht es in Sachen Humor meist derb bis infantil zu, gern auch mal unter der Gürtellinie, darauf sollte man sich einlassen können. Bahnbrechend neue Ideen gibt es nicht, immerhin ein paar witzige Einfälle wie Zombie-Katzen oder Zombie auf dem Seniorenroller. Abgesehen von solchen Gags (die auch nicht alle zünden) spult der Film routiniert seine Survival-Story ab. Bemerkenswert ist allenfalls noch, dass mit der langbeinigen Bardame Denise eine junge Frau mal nicht nur rumkreischt und gerettet werden muss, sondern im Gegenteil ihrerseits den oft hysterischen Jungs zeigt, wo’s lang geht.

    Die Umsetzung ist insgesamt solide. Das Zombie-MakeUp ist glaubwürdig, die Choreographie (hier handelt es sich nicht um die üblichen Schlurf-Zombies) bietet ein paar nette Ideen und trotz der ausgelutschten Dramaturgie kann der Film immerhin ein Mindestmaß an Spannung erzeugen. Die eine oder andere Genrereferenz wird Fans genauso gefallen wie die gelungenen Splatter-Effekte, die von einem gewissen Budget zeugen. Deren Blutigkeit sorgt allerdings dafür, dass die Gruppe der 12-15jährigen, die vom Humor wohl am ehesten angesprochen worden wäre, draußen bleiben muss, denn die FSK-16-Freigabe ist absolut gerechtfertigt. Ältere Semester müssen sich wie gesagt auf den derben Humor einlassen können. Ich empfehle, den Trailer vorab zu gucken (aber nicht komplett, sonst kennt man fast alle guten Gags), wer darüber lachen kann, wird auch vom Film insgesamt ordentlich unterhalten.

    In Sachen Extras gibt es kurze Making-Ofs zu Kostümen, MakeUp und Choreographie sowie eine nicht verwendete Szene.

    Fazit

    Abgesehen von einigen kleinen Details wird hier nichts neues an der Zombie-Front geboten. Ein paar Gags zünden, einige andere nicht, insgesamt ist es eine solide Horror-Komödie für Genrefans, die es derb und blutig mögen.

    Wertung


    Pro

    • gute gemachte Splatter-Effekte
    • einige nette Ideen
    • ein paar gute Gags

    Contra

    • in Sachen Story altbekannt
    • ein paar Gags sind Rohrkrepierer

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 25.Mrz.2016 943 x gelesen