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    Scream Week ist ein niederländischer Teenieslasher in der Tradition von Scream oder Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast. Ob er den Genregrößen gewachsen oder nur ein blutiger Abklatsch ist, erfahrt ihr bei uns in der Kritik.

    screamweek_cover

    (c) WVG
    Laufzeit: 108 Minuten
    seit 25.11.2016 im Handel
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    Project-SCREAM?
    Aus einer vermeintlich harmlosen Mutprobe unter Jugendlichen wird tödlicher Ernst, als einer von ihnen bei einem Eisbad plötzlich verstirbt. Aus Angst vor den Konsequenzen legt sich der Rest der Gruppe eine passende Ausrede zurecht und verpflichtet sich gegenseitig zum Stillschweigen. Zwei Jahre nach diesen Ereignissen haben alle ihren Abschluss in der Tasche und wollen aus diesem Anlass eine Woche Urlaub in einem gemieteten Ferienhaus verbringen. Gleichzeitig findet dort das jährliche Segelturnier „Sneekweek“ statt (das es auch in der Realität gibt). Dieses Turnier wird im Film als eine Riesenparty ähnlich wie bei Project X präsentiert und mit aktuellen Electro-Charthits jugendlich untermalt.
    Schnell stellt sich die Frage, wer das wahnsinnig gut ausgestattete Haus denn nun eigentlich gemietet hat und wieso einzelne Mitglieder der sechsköpfigen Gruppe so in sich gekehrt sind. Nachdem die Gruppe in zwei Teams an genanntem Turnier teilgenommen hat, fangen die blutigen Ereignisse von Scream Week erst richtig an. Nach und nach werden die Jugendlichen von einem maskierten Killer mit diversen Werkzeugen hingerichtet. Der Detailgrad ist hierbei der FSK 16 Freigabe angemessen, jedoch nicht zu überspitzt dargestellt.

    Was sich zu Beginn wie ein klassicher Teenieslasher anfühlt, wartet gegen Ende mit einem guten Spannungsbogen und einem unerwarteten Schluss auf. Jener wirkte aufgrund einiger übernatürlicher Ansätze zwar etwas weit hergeholt, lässt aber Interpretationen seitens des Zuschauers zu. Die einzelnen Charaktere erfüllen jeder für sich ein Horrorfilmklischee, jedoch nicht so überspitzt ausgeprägt, dass beim Zuschauen ein Gefühl von Fremdscham oder Fragen, wie: „Wieso teilt ihr euch nun auf?!“ entstehen. Hierbei gibt es natürlich den selbstbewussten Frauenheld, die sich sorgende Freundin, den ignoranten Freund, den stillen Außenseiter, die Draufgängerin usw.

    Durch das sehr jugendliche Setting und den poplastigen Soundtrack wirken die Geschichte und das Handeln durchaus authentisch und nachvollziehbar. Lediglich einige Logikfehler wie Szenen- und Ortswechsel nach einem Schnitt und immer wiederkehrende Aussagen, die den Zuschauer etwas zu konkrete Schlüsse auf den Killer ziehen lassen könnten, wirken sich negativ auf das Filmerlebnis aus. Jener Killer erinnert durch seine Bewegungen und die dazugehörige Maske reichlich an genannte Klassiker wie Scream usw. ist in Scream Week jedoch nicht zu übermächtig und zeigt menschliche Reaktionen auf Abwehraktionen der Protagonisten. Wirklich neue Ansätze zeigt uns der Film jedoch auch nicht, Jumpscares und typische Verfolgungsjagden mit dem Killer wirken alle doch sehr bekannt. Positiv fielen mir die sehr gute Kameraführung und diverse Drohnenaufnahmen auf, die dem bekannten Genre einen modernen Hauch verleihen

    Fazit

    Mit Scream Week hat Regisseur Martijn Heijnes viele bekannte Klischees aus klassischen Teenieslashern übernommen und mit der richtigen Prise Party-Movie zu einem soliden Gesamtwerk gemischt, welches trotz Logikfehler und altbekannten Klischees gut unterhalten kann. Für Fans des Genres kann ich eine Empfehlung aussprechen, wer sich an dem bekannten Szenario jedoch schon sattgesehen hat, braucht diesen Film nicht.

    Wertung


    Pro

    • moderner, passender Soundtrack
    • Klischees werden angemessen genutzt
    • Spannung und Plottwist zum Ende
    • authentisches Verhalten der Protagonisten

    Contra

    • Logikfehler beim Schnitt
    • teilweise zu offensichtliche Hinweise

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Pascal Requardt 6.Dez.2016 867 x gelesen