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    Gibt es einen Autor, von dem mehr Werke verfilmt wurden, als von Stephen King? Keine Ahnung. Dieser Tage steht mit Bag of Bones mal wieder ein neuer King-Film in den Läden, der auf dem gleichnamigen Roman (deutsch: „Sara“) aus dem Jahr 1999 basiert. Sehenswert oder TV-Ramsch?

    bagofbones

    Mystery, USA 2011
    Laufzeit: 156 Minuten
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    Inhalt
    Autor Mike Noonan führt ein glückliches Leben. Er hat Erfolg, eine liebevolle Ehefrau … Doch mit ihrem plötzlichen Tod geht alles dahin. Nicht nur, dass Noonan zu trinken anfängt und in eine Schreibblockade schliddert, er quält sich außerdem mit der Frage, ob seine Frau ihn betrogen hat. Denn bei ihrem Tod war sie schwanger, wie ihm die Polizei mitteilte, Noonan ist jedoch unfruchtbar. Er beschließt in das Ferienhaus am Dark Score Lake zu gehen, in dem seine Frau zuletzt viel Zeit verbrachte, in der Hoffnung das Rätsel und die Schreibblockade zu lösen. Doch im Haus angekommen geschehen merkwürdige Dinge.

    Die Umsetzung des Mystery-Romans wurde in Form eines TV-Zweiteilers von 2×75 Minuten angegangen. Pierce Brosnan spielt die Hauptrolle routiniert und glaubwürdig. Neben ihm werden zwar einige andere Darsteller aufgeführt, die aus dem US-TV bekannt sind (insbesondere Jason Priestley und Matt Frewer), sie spielen allerdings nur kleine Nebenrollen. Die weniger bekannten Darsteller machen ihre Sache gut, auch die Effekte sind gelungen, einzig die Musik trägt manchmal ein wenig zu dick auf, wenn sie in den „gleich passiert was“-Modus wechselt. Etwas störend sind auch die auffälligen Stellen, nach denen im US-TV die Werbung lief.

    Dass es für mehr als Durchschnitt nicht reicht, liegt vor allem an der zweiten Folge. Während die Erste den Zuschauer noch im Dunkeln tappen lässt, aber mit Andeutungen und gezielt eingesetzten Schockeffekten bei der Stange hält, kann die zweite Hälfte da nicht mithalten. Was passiert ist, ahnt der Zuschauer da ohnehin schon, es wird aber zu lang versucht doch noch das letzte bisschen geheim zu halten. Über die Auflösung stolpert Noonan dann beinahe zufällig und einige Figuren verhalten sich wenig nachvollziehbar. Dem Finale fehlt es dann auch an Rasanz, hier ist man wohl auch deutlich vom Buch abgewichen.

    Fazit

    Bag of Bones ist eine grundsolide TV-Umsetzung des Geister-Grusels mit einem gewohnt überzeugenden Brosnan in der Hauptrolle. Leider können Auflösung und Finale nicht ganz mit dem durchaus spannenden Beginn mithalten. Etwas straffer und vor allem logischer inszeniert wäre da mehr drin gewesen.

    Wertung


    Pro

    • überzeugende Darsteller
    • routiniert inszeniert
    • spannender und vor allem rätselhafter Geiser-Grusel

    Contra

    • zu lange hinausgezögertes Finale
    • Finale selbst überhastet und vorhersehbar

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 20.Jun.2013 2.764 x gelesen
    • sffanfan

      Bitte nicht als böswillige oder böswollende Kritik verstehen, aber ich finds bei einer Romanumsetzung eigentlich immer recht sinnig, den Originalstoff auch zu kennen, oder wenigstens darüber recherchiert zu haben. An sonsten, danke für die Besprechung!

      • Jörg Benne

        Ich hab die Zusammenfassung auf Wikipedia gelesen, da gibt es schon einige Abweichungen zum Film, aber da die Zusammenfassung ja recht knapp ist, wollte ich da nicht ins Detail gehen, zumal das ja auch zu Spoilern geführt hätte. Beim Finale wurde es aber mehr als deutlich, dass das Drehbuch andere Wege bestreitet.