• Werbung

  •  
    Anmelden

    Mit „Schattenkrieger“ brachte Arrowstorm Entertainment letztes Jahr einen (nicht zuletzt mangels Konkurrenz) ganz brauchbaren Indie-Fantasystreifen auf DVD/Blu-Ray. Mit ihrem neuesten Film wenden sie sich nun der Science-Fiction zu, können sie hier gegen die zahlreichen Blockbuster bestehen?

    sternenkrieger_cover

    (c) Ascot Elite
    Laufzeit: 93 Minuten
    ab 22.07.14 im Handel
    Bei Amazon bestellen

    Feindseliger Empfang
    Seit Jahrzehnten ist die Columbus unterwegs, eines von sieben Schiffen, dass die sterbende Erde auf der Suche nach einer neuen Heimat verließ. Kate ist auf dem Schiff geboren und hat die Erde nie gesehen. Sie sehnt sich nach einer neuen Heimat und trainiert hart, um für den Fall der Fälle im Erkundungsteam eingesetzt zu werden.
    Tatsächlich lockt ein Signal das Raumschiff durch ein Wurmloch zu einem Planeten, doch das Shuttle des Erkundungstrupps wird von Meteoriten getroffen und stürzt über dem Planeten ab. Kate und die wenigen Überlebenden sehen sich feindseligen Eingeborenen und grausamen Monstern gegenüber und werden getrennt. Allein macht Kate sich zu einem Wrackteil des Shuttles auf, um von dort Hilfe zu holen.

    Die Story von Sternenkrieger ist reichlich dünn und hat nichts Neues zu bieten. Auch der kleine Twist, der im weiteren Verlauf folgt, ist bei einem SF-Klassiker geklaut. Handlung gibt es allerdings sowieso so gut wie gar nicht. Im Grunde besteht der ganze Film aus einer Abfolge von „Kate spricht mit ihrem Captain“, „Kate rennt durch die Gegend“, „Kate flüchtet vor Gegnern“, „Kate kämpft mit Gegnern“, ausgeschmückt allenfalls durch „Kate klettert irgendwo hoch“.

    Schauspielerisch wird da nicht viel verlangt, die schon aus „Schattenkrieger“ bekannte Danielle Chuchran glänzt dann auch eher durch Athletik. Kevin Sorbo (der 90er Herkules) hat nur eine Nebenrolle, die weiteren Darsteller erweisen sich zumeist als mehr oder weniger untalentiert. Immerhin sind Regie und Kameraarbeit meist ordentlich, die Musik – wenn auch etwas übereifrig eingesetzt – gut und die Effekte haben einen gewissen Indie-Charme, gerade was die Maskerade der Monster und der Eingeborenen angeht.

    Das ändert jedoch nichts daran, dass der Film mit seiner Aneinanderreihung immer gleicher Actionszenen, der dünnen – und noch dazu mit Plotholes durchsetzten – Story, den flachen Figuren und den mageren Effekten gegen die zahlreichen Big Budget SF-Filme kein Land sieht.

    Fazit

    Im Fantasy-Genre hatte das Indie-Studio Arrowstorm abgesehen vom Hobbit kaum Konkurrenz. In der SF-Sparte sieht das indes ganz anders aus. Wer auf Zukunftsaction steht, wird beispielsweise mit einem „Riddick“ deutlich besser unterhalten als hier. Aber auch abgesehen davon ist Sternenkrieger zu einfallslos und technisch limitiert, um wirklich eine Empfehlung wert zu sein.

    Wertung


    Pro

    • Masken mit Indie-Charme

    Contra

    • dünne, abgekupferte Geschichte
    • Aneinanderreihung von mauen Kampfszenen
    • magere Effekte

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

    Klicke für mehr zum Thema ,

    Kategorien: Filme, Science-Fiction
    von Jörg Benne 10.Jul.2014 5.402 x gelesen