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    Für Oldboy und Lady Vengeance wurde der koreanische Regisseur Chan-wook Park mit Lob und Preisen überhäuft, nun feierte er mit Stoker sein Hollywood-Debüt. Kann er an seine Fernost-Erfolge anknüpfen?

    stoker_cover

    (c) 20th Century Fox
    Regie: Chan-wook Park
    Laufzeit: 99 Minuten
    ab 20.09.2013 im Handel
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    Der böse Onkel
    Ausgerechnet am 18. Geburtstag von India stirbt ihr Vater Richard Stoker bei einem Autounfall. Das begabte aber schüchterne Mädchen war sein Ein und Alles und er verbrachte viel Zeit mit ihr. Umso verstörter reagiert sie, als bei der Beerdigung ihr Onkel Charles, Richards Bruder auftaucht, von dem sie bislang gar nichts wusste. Wieso wurde seine Existenz vor ihr verheimlicht? Und wieso reagiert die alte Haushälterin so ängstlich, als sie Charles begegnet?
    Charles scheint sich brennend für India zu interessieren und beginnt noch dazu eine Affäre mit ihrer psychisch labilen Mutter. Was plant er?

    Dass die Geschichte von Stoker das Drehbuch-Debüt des Prison Break-Stars Wentworth Miller ist, ist kaum zu glauben. Seine Geschichte nimmt zwar nur langsam Fahrt auf, lässt den Zuschauer aber geschickt im Dunkeln tappen. Auch wenn man schnell ahnt, dass mit dem Onkel irgendetwas nicht stimmt, bleibt er lange ein Mysterium und auch das Ende ist bis zum Schluss kaum vorhersehbar und voller Überraschungen. Es fällt schwer, mehr darüber zu sagen, ohne zu viel zu verraten.

    Park setzt diese gelungene Geschichte in großartige, kunstvolle Bilder um. Hin und wieder übertreibt er es zwar ein wenig, weil er jede Geste zu überhöhen scheint, doch visuell ist Stoker ein berauschender Film und lädt zu Interpretationen über die gewählten Metaphern ein.
    Die junge Mia Wasikowska (Alice im Wunderland) mimt die verschlossene, unnahbare India hervorragend, wird aber von Matthew Goode (Watchmen) als zwielichtigem Onkel noch übertroffen. Selbst wenn er sich freundlich gibt und lächelt, läuft dem Zuschauer ein Schauder über den Rücken.
    Dass Nicole Kidman als Mutter nicht nur von der Schminke her vergleichsweise blass bleibt, sagt schon viel über die Darbietungen der beiden Hauptdarsteller aus.

    Fazit

    Stoker beginnt als Familiendrama, steigert sich dann aber mehr und mehr zum Thriller in bester Hitchcock-Manier. Die wendungsreiche Geschichte, die sehr guten Darsteller und Parks opulente Bilder ergeben einen atmosphärischen, packenden Mystery-Thriller, dem es nur zu Beginn etwas an Tempo fehlt.

    Wertung


    Pro

    • hervorragende Darsteller
    • opulente Bilder
    • überraschende Geschichte

    Contra

    • zu Beginn etwas langatmig

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme
    von Jörg Benne 21.Sep.2013 1.690 x gelesen