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1844 veröffentliche Edgar Allen Poe die Kurzgeschichte „Das System des Dr. Teer und Prof. Feder“ (hier nachzulesen), auf der der Film Stonehearst Aslyum basiert, der es trotz Hammer-Besetzung nicht in die Kinos schaffte. Aus gutem Grund?

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(c) Universum Film
Regie: Brad Anderson
Laufzeit: 108 Minuten
ab 30.01.2015 im Handel
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Neu im Irrenhaus
Winter 1899: Der angehende Nervenarzt Edward Newgate (Jim Sturgess, Upside Down) kommt zur abgelegenen Irrenanstalt Stonehearst Asylum, um dort praktische Erfahrung zu sammeln. Überrascht stellt er fest, dass er trotz seiner Ankündigung nicht erwartet wird. Genauso wundert er sich über die Methoden des Anstaltsleiters Dr. Lamb (Ben Kingsley), der den Insassen ungewöhnliche Freiheiten gewährt. Als Newgate die unter „Hysterie“ leidende Eliza (Kate Beckinsale) kennenlernt, ist er ihr sofort zugetan. Sie ist auch der Grund, warum er in der Anstalt bleibt, als er im Keller eine erschreckende Entdeckung macht.

Abgesehen von der Kernidee, ist von Poes Kurzgeschichte (die in Frankreich spielt und nur von einem Abend handelt) nicht viel geblieben. Doch auch der Film geht im Kern der Frage nach, was eigentlich „irre“ ist, und welche Methoden man Heilanstalts-Patienten angedeihen lassen sollte.

Angesiedelt ist die Geschichte im geradezu klassischen Ambiente eines abgelegenen, düsteren Herrenhauses, doch wer hier einen Gruselfilm erwartet, wird enttäuscht. Dass der Film nicht genau weiß, was er eigentlich sein will, ist dann auch seine größte Schwäche. Mystery, Drama, Kostümfilm, Thriller, von allem bietet er etwas. Zwar überwiegt der Thriller-Anteil, doch nur selten kommt knisternde Spannung auf. Von der Atmosphäre eines „Shutter Island“ ist Stonehearst dann auch meist weit entfernt, nicht zuletzt weil die Einsprengsel aus den anderen Genres den Film manchmal ausbremsen. Immerhin hat er aber den einen oder anderen Twist parat, auch wenn Trailer und offizielle Inhaltsangabe den wichtigsten vorweg nehmen.

Dank seines Star-Ensembles (neben den bereits genannten u.a. noch David Thewlis, Michael Caine und Brendan Gleeson (letzterer allerdings in einer Winz-Rolle)), das auch durchaus sehenswert aufspielt, gelingt es Stonehearst Asylum aber doch, den Zuschauer in eine seltsame Welt mitzunehmen, wenn auch weniger atmosphärisch als möglich und etwas behäbiger als nötig. Grusel und atemlose Spannung sollte man jedenfalls nicht erwarten.

Fazit

Stonehearst Asylum ist trotz toller Besetzung ein etwas behäbig geratener Irrenhaus-Thriller, der nicht immer die richtige Balance zwischen Thrill und Drama findet. Wer nicht eben Grusel und Hochspannung erwartet, wird aber ordentlich unterhalten.

Wertung


Pro

  • tolles Ensemble
  • interessante Idee
  • gelungene Twists

Contra

  • Spannungskurve hängt manchmal etwas durch
  • einige Szenen arg konstruiert
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Kategorien: Filme, Horror
von Jörg Benne 29.Jan.2015 387 x gelesen

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