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    Zeitreisen sind ein immer wieder gern genommener Aufhänger für Science-Fiction-Filme – und das man das ganze mit einer Liebesgeschichte verknüpfen kann, haben uns „Die Frau des Zeitreisenden“ oder „Alles eine Frage der Zeit“ auch schon gezeigt. Was hat Synchronicity also Neues zu bieten?

    synchronicity_cover

    (c) Pandastorm
    Regie: Jacob Gentry
    Laufzeit: 100 Minuten
    seit 06.05.2016 im Handel
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    Wurmloch und Femme Fatale
    Forscher Jim Beale arbeitet mit seinem Team an der Möglichkeit, ein Wurmloch zu öffnen und damit Zeitreisen durchzuführen. Dazu ist er aber auf das Wohlwollen des Risikokapitalgebers Meisner angewiesen. Als der erste Versuch, die Maschine in Betrieb zu nehmen, scheinbar scheitert, ist Meisner verstimmt. Aber das Auftauchen einer seltenen Dahlie lässt Beale vermuten, dass das Experiment doch noch geklappt hat. Er eilt Meisner nach, trifft stattdessen aber auf Abby. Eine verhängnisvolle Begegnung, denn sie ist nicht zufällig vor Ort.

    Ja, soweit mein Versuch die – ich nehme es vorweg – total verworrene Story von Synchronicity halbwegs zusammenzufassen. Zeitreise-Geschichten sind ja meistens nicht gerade für ihre Logk berüchtigt, aber was Regisseur und Drehbuchautor Jacob Gentry hier abliefert, ist schon ziemlich haarsträubend. Woher die Dahlie stammt wird zum Beispiel nie erläutert – und wieso besagte Abby auch noch eine Schriftstellerin sein muss, die zufällig über einen Wissenschaftler schreibt, der an Zeitreisen forscht, weiß wohl auch nur der Autor. Vermutlich um den Zuschauer noch mehr zu verwirren.

    Das kostet den Film die Punkte, die er mit seiner zwar billig aber durchaus stimmig inszenierten Neo-Noir-Atmosphäre voller anonymer Betonbauten und dunkler Straßenschluchten gesammelt hat. Auch die Schauspieler, die abgesehen von Michael Ironside (in einer Nebenrolle) wohl kaum jemand kennt, machen ihre Sache eigentlich ganz ordentlich. Doch so sehr der Synthie-Soundtrack auch versucht, an die SF-Klassiker der 80er zu gemahnen, inhaltlich funktioniert der Film einfach nicht. Für SF-Fans ist das Thema Zeitreise zu unlogisch ausgearbeitet, für Thriller-Freunde fehlt es über weite Strecken an Spannung, Action gibt es gar keine und wirklich romantisch ist die Lovestory auch nicht, dazu wird auch zu viel über Technik und Wissenschaft geredet. Immerhin, es gibt einige wirklich gelungene, beinahe philosophische Dialogzeilen.

    Fazit

    Auch wenn die Inszenierung und der Soundtrack durchaus zu gefallen wissen, gelingt es nicht, diese mit einer durchdachten Handlung zu unterfüttern. Letztlich geht das Bisschen Spannung, dass der Film bietet, in Verwirrung baden. Puristen, die auf eine logische Geschichte nicht so viel wert legen, können aber wegen des gelungenen Neo-Noir-Looks mal einen Blick riskieren.

    Wertung


    Pro

    • gelungener Neo-Noir-Look
    • Synthi-Soundtrack für Nostalgiker

    Contra

    • Story ziemlich verworren
    • Lovestory wirkt aufgesetzt

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Science-Fiction
    von Jörg Benne 9.Mai.2016 1.262 x gelesen