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    Obwohl er sich mit Trollhunter einen Namen gemacht hatte, dauerte es mehr als fünf Jahre, bis der norwegische Regisseur André Øvredal wieder etwas neues vorlegte. Mit The Autopsy of Jane Doe bleibt er dem Horrorgenre treu.

    autopsy_janedoe

    (c) Universum Film
    Laufzeit: 86 Minuten
    seit 20.10.2017 im Handel
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    Eine rätsehafte Tote
    In einem angelegenen Kaff in den USA wird die Polizei zu einem grausigen Tatort gerufen. Eine ganze Familie ist tot, beinahe abgeschlachtet. Im Keller findet man dazu noch eine Leiche. Niemand weiß wer sie ist, deshalb landet sie als eine „Jane Doe“ im Keller der kleinen örtlichen Gerichtsmedizin, die von Vater und Sohn betrieben wird. Gemeinsam sollen sie möglichst schnell klären, woran die im Gegensatz zu den anderen Opfern äußerlich unversehrte Tote gestorben ist. Routiniert machen sich die beiden ans Werk, doch bald häufen sich die Merkwürdigkeiten.

    Der Film ist ein Kammerspiel das im wesentlichen im Saal der Gerichtsmediziner spielt, nur selten verlassen die Protagonisten den Raum und gehen mal über einen Flur in einen der anderen Räume. Zu Beginn lässt sich der Film Zeit, Stück für Stück erkunden die beiden die Leiche, zuerst äußerlich, dann wird der berühmte Y-Schnitt angesetzt und auch das Innere „besichtigt“. Für Zartbesaitete ist aber auch dieser Teil nichts. Zwar ist die Spannungskurve noch kaum angedreht, aber die Autopsie wird sehr detailliert gezeigt, von der 16er-Freigabe sollte man sich da nicht täuschen lassen.

    Nach einer halben Stunde wird die ohnehin schon düstere Atmosphäre dann noch finsterer, die Spannungskurve angezogen und der Film zieht einen unterstützt von der „unangenehmen“ Musik mehr und mehr in seinen Bann. Zusammen mit Vater und Sohn rätselt man, was es mit der Toten auf sich hat und ahnt bereits, dass die beiden noch einiges erwartet. Das mittlere Drittel ist dann auch der stärkste Part des Films.

    Leider kann das Finale da nicht ganz mithalten. Insgesamt wirkt die Auflösung zu überhastet, allzu schnell kommen den Protagonisten die wichtigen Ideen. Immerhin, der Film bleibt seiner klassischen Horrorlinie treu und die Atmosphäre bleibt bis zuletzt sehr dicht und die Inszenierung hochklassig. Das ist auch den gut aufgelegten Hauptdarstellern zu verdanken, Brian Cox (Braveheart) und Emile Hirsch (Into the Wild) liefern eine glaubwürdie Performance und bieten dem Zuschauer viel Identifikationspotential.

    An Extras hat die Blu-Ray zwar einige Interviews und ein B-Roll zu bieten, diese sind aber wenig erhellend. Gern hätte ich etwas über die durchaus gelungene Tricktechnik gesehen, das fehlt leider.

    Fazit

    The Autopsy of Jane Doe bietet atmosphärischen Old-School-Horror mit dichter Atmosphäre und hoher Spannungskurve. Leider geriet die Auflösung etwas zu überhastet, sonst hätte der Film das Zeug zum Klassiker gehabt. Auch so für Genrefans definitiv einen Blick wert.

    Wertung


    Pro

    • spannende Idee
    • sehr dichte Atmosphäre
    • hochwertig und durchweg spannend inszeniert

    Contra

    • Auflösung etwas überhastet

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 20.Okt.2017 978 x gelesen