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    Anfang 2016 übernahm eine chinesische Firma die Produktionsgesellschaft Legendary Entertainment, die mit Hits wie der Dark Knight-Trilogie, Inception, 300, Watchmen, Hangover … eine lange Liste von Toptiteln vorweisen kann. Mit The Great Wall wurde nun auch auf der Leinwand das „Ost trifft West“ vollzogen. Produziert wurde in China unter der Regie von Zhang Yimou (Hero, House of Flying Daggers), das Drehbuch stammt aber aus Hollywood und die Hauptrolle spielt Matt Damon. Also ein Eastern für alle?

    greatwall

    (c) Universal Pictures
    Laufzeit: 99 Minuten
    ab 19.05.2017 im Handel
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    Eine Legende um die große Mauer
    William und seine Söldnertruppe sind aus Europa bis nach China gereist, um das sagenumwobene Schwarzpulver zu finden. Doch ihre Gruppe wurde bereits dezimiert und dann taucht auch noch in der Nacht eine seltsame Kreatur auf, die weitere tötet. William und sein letzter verbliebener Gefährte Tovar fliehen und gelangen an die große Mauer.
    Die dient zum Schutz vor den Taotie, eben jenen Kreaturen, die alle 60 Jahre gegen das Reich anrennen, auf der Suche nach Futter für ihre Königin. Wenn die Besatzung der Mauer sie nicht aufhält, und die Wesen bis zur Hauptstadt vordringen, wäre kein Ort der Welt mehr sicher.
    Während William die Tapferkeit der Kämpfer im allgemeinen und von Kommandantin Lin im besonderen bewundert, denkt Tovar immer noch nur an das Schwarzpulver, das auf der Mauer als Waffe gegen die Taotie eingesetzt wird. Beim nächsten Angriff will er sich damit davonmachen. Wie wird William sich entscheiden?

    The Great Wall ist eine Mischung aus klassischem Eastern mit tollen Kostümen, beeindruckenden Choreographien und Massenschlachten auf der einen Seite und Fantasy-Wesen auf der anderen, wobei die Taotie wohl eine bekannte chinesische Legende sind. Im Vordergrund stehen die Schlachten gegen die Massen der Echsen, die gegen die Mauer anrennen. Diese sind bildgewaltig aber auch sehr CGI-lastig inszeniert, die Welt wirkt dabei ähnlich künstlich wie in der WarCraft-Verfilmung. Davon abgesehen ist das Gezeigte aber eine Schau. Die Macher haben sich einiges einfallen lassen, was die Waffen angeht, die gegen den Monsteransturm ins Feld geführt werden. Regissur Yimou inszeniert das ganze stylisch, incl. Zeitlupeneffekten und dynamischen Kamerafahrten, sodass die Kämpfe nicht langweilig werden.

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    Das ist auch gut so, denn das sonstige Handlungsgerüst ist derart dürr, dass es allein keinen Film getragen hätte. Die meisten Charaktere sind sehr stereotyp gehalten, einzig William hat einen echten Konflikt mit sich auszukämpfen, wobei die Idee des zwischen Habgier und Ehre hin- und hergerissenen, sympathischen Schurken weidlich bekannt ist. Die hin und wieder eingestreuten Oneliner sollen die ansonsten recht ernst geratene Inszenierung auflockern, manchmal wirken diese aber recht hölzern.

    An Extras gibt es neben einigen entfallenen Szenen noch die üblichen Interviews und Background-Infos, die aber recht kurz und wenig informativ ausfallen.

    Fazit

    The Great Wall ist ein zwar nicht wirklich spannender, aber (von den manchmal allzu offensichtlichen CGI-Effekten abgesehen) optisch reizvoller Fantasy-Actioner geworden, der vor allem das Auge ordentlich unterhält und auch Fantasy-Fans gefallen dürfte, die mit chinesischen Kostümfilmen sonst wenig anfangen können.

    Wertung


    Pro

    • hervorragende Ausstattung
    • interessante Kreaturen und Sets
    • bildgewaltige Massenschlachten

    Contra

    • CGI-Einsatz oft arg offensichtlich
    • eigentliche Handlung sehr dünn

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 17.Mai.2017 581 x gelesen