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Dolph Lundgren wurde als fieser Russe Drago in Rocky IV bekannt und spielte fortan öfter den Bösewicht. Mittlerweile geht der Actionstar zwar auf die 60 zu, dreht aber fleißig weiter Filme, u.a. auch wieder an der Seite von Stallone in The Expendables. Im vorliegenden „The Legendary Dragon“ darf er mal wieder den Fiesling raushängen lassen.

legendarydragon

(c) Euro Video
Laufzeit: 89 Minuten
ab 08.08.2014 erhältlich
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Grüne Rieseneidechse
Nachdem die Suche nach einem Riesenbären für den Biologen Preston (Scott Adkins) und sein Team in einem Desaster endete, will er seine Suche nach seltenen Tieren eigentlich an den Nagel hängen. Als dann aber in China eine Riesenechse gesichtet wird, macht er sich doch auf den Weg. Er will das Tier fangen und erforschen. Vor Ort trifft er jedoch auf den Jäger Harker (Lundgren), der es sich zum Ziel gesetzt hat, das Monster zu erlegen. Ein Wettlauf beginnt.

The Legendary Dragon ist ein Low Budget Creature Feature, das aus allseits bekannten Ingredienzien einen neuen Abenteuerfilm zu mixen versucht. Wirklich Neues kommt dabei aber nicht heraus: Die schwarz-weißen Hauptfiguren mit dem edlen Preston (der natürlich erst die Lady und erst dann den Nichtschwimmer aus dem Wasser holt) auf der einen und dem komplett gefühllosen Harker auf der anderen Seite liefern sich einen wenig mitreißenden Wettbewerb und statt sich des öfteren zu prügeln oder in heißen Actionszenen gegenüberzustehen (wie man es bei der Besetzung mit Adkins und Lundgren erwarten könnte), duellieren sie sich meist in sinnentleerten Dialogen.

Das wäre noch zu verschmerzen, wenn die Kreatur für Spannung und Gänsehaut sorgen würde. Hier allerdings geht der Film dann vollends baden. Der „legendäre Drache“, der im Titel angepriesen wird, entpuppt sich als überdimensionale Eidechse, die den Zuschauer eher zum Schmunzeln als zum Bibbern bringt. Das Vieh ist zwar durchaus brauchbar per CGI auf den Schirm gebracht, dass den Machern nur ein Winz-Budget zur Verfügung stand, merkt man aber spätestens dann, wenn Mensch und CGI-Vieh gleichzeitig im Bild sind. Dann wird es nämlich oft recht peinlich und sieht einfach nur schlecht aus. So kommt kaum Atmosphäre auf.

Das sehr niedrige Erzähltempo, das durch langweilige Nachforschungen und schwache Versuche von humorvollen Dialogen verschleppt wird, sorgt dann letzten Endes dafür, dass man statt eines packenden Horror-Actioners eine träge Geschichte serviert bekommt, die es trotz der recht kurzen Laufzeit schafft zu langweilen.

Fazit

Wer angesichts von Lundgren und Adkins in den Hauptrollen auf eine actionreiche Monsterhatz hofft, wird bitter enttäuscht. Dazu ist der legendäre Drache auch noch eine schlecht ins Bild kopierte Rieseneidechse, die eher belustigt als gruselt. So bekommt man hier eine dröge Abenteuergeschichte mit allzu vorhersehbarem Verlauf und schwachen Effekten.

Wertung


Pro

  • einige Anflüge von Humor

Contra

  • kaum Action trotz Actionstars
  • dröge Nachforschungen statt Spannung
  • lächerliche Kreatur und schwache Effekte
Kategorien: Abenteuer, Filme
von Jörg Benne 21.Jul.2014 1.515 x gelesen

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