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    2008 machte Regisseur Bryan Bertino mit dem Home Invasion Thriller „The Strangers“ auf sich aufmerksam – verschwand aber erstmal wieder mehrere Jahre in der Versenkung. Sein zweiter Horrorfilm konnte an den Erfolg nicht anknüpfen, nun kommt mit „The Monster“ sein dritter Genrebeitrag, kehrt damit der Erfolg zurück?

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    (c) Koch Media
    Laufzeit: 88 Minuten
    ab 23.03.2017 im Handel
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    Ein Monster im Wald
    Kathy ist Alkoholikerin, geschieden und vernachlässigt ihre elfjährige Tochter Kathy. Die hat sich entschieden zu ihrem Vater zu ziehen. In angespannter Atmosphäre nehmen Mutter und Tochter die lange Autofahrt in Angriff. Mitten in der Nacht rammen sie auf einer einsamen Waldstraße einen Wolf und das Auto ist hin. Als der Abschleppdienst endlich kommt, ist der tote Wolf plötzlich verschwunden – und damit beginnt das Grauen erst. Denn in den Wäldern lauert ein Monster und Mutter und Tochter müssen um ihr Leben kämpfen.

    Vordergründig verbirgt sich hinter dem wenig einfallsreichen Titel ein klassisches Creature Feature alter Schule, in dem die Kreatur noch handgemacht ist und man nicht auf den Computer setzt (was bei Low Budget Filmen ja in der Regel sowieso peinlich aussieht). Doch Bertino geht die Sache hier etwas anders an, als man das aus Filmen dieses Genres gemeinhin kennt.

    So nimmt er sich viel Zeit, seine beiden Hauptfiguren vor- und ihre zerrüttete Beziehung in Rückblenden darzustellen. Das bringt dem Zuschauer die Figuren nicht nur näher – dass die beiden im Angesicht des Todes doch noch erkennen, was sie aneinander haben, trägt einen Gutteil zur Spannung bei.
    Und die steigert Bertino ganz langsam. Fast die komplette erste Hälfte sehen wir nur Mutter und Tochter im Auto und das, was sie auf der Straße sehen. Das Monster deutet Bertino nur an. Mit atmosphärischen Bildern und guter Musik gelingt es ihm – auch dank der beiden glaubwürdigen Hauptdarstellerinnen – ein Szenario aufzubauen, das trotz des vorherrschenden Minimalismus zu packen vermag. Auch weil Bertino die Spannung durch Rückblenden auf die Vergangenheit von Mutter und Tochter immer wieder unterbricht, was überraschenderweise gar nicht unpassend wirkt. Denn die Alkoholsucht war das andere Monster, dass Mutter und Tochter zu bekämpfen versuchten.

    Dass es nicht zum großen Wurf reicht, liegt dann am Finale. Ist die Katze erstmal aus dem Sack, sprich das Monster formatfüllend im Bild, büßt der Film an Atmosphäre ein. Auch wenn die Maske kein Totalreinfall a la Hypothermia ist, wirklich umgehauen hat mich das Monster nicht – und irgendwie geht dann auch alles zu schnell seinen erwartbaren Gang. Insgesamt wirkt das Ende etwas überhastet und führt den so behutsamen Spannungsaufbau ein Stückweit ad absurdum.

    Die Blu-Ray bietet rund 30 Minuten Extras, in erster Linie Interviews aber auch kurze Blicke hinter die Kulissen.

    Fazit

    Hinter dem einfallslosen Titel verbirgt sich ein zwar minimalistisches, aber dennoch über weite Strecken spannendes Creature Feature, das sich viel Zeit für seine Charaktere nimmt, am Ende aber leider etwas überhastet wirkt. Dennoch: Genrefans, die klassische, handgemachte Monster mögen, sollten den Film auf dem Zettel haben.

    Wertung


    Pro

    • beklemmende, sich langsam aufbauende Atmosphäre
    • glaubwürdige, gut gespielte Hauptfiguren

    Contra

    • Ende wirkt überhastet
    • Monster in Nahaufnahme nur noch bedingt gruselig

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 21.Mrz.2017 497 x gelesen