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    Kellan Lutz durfte durch die Twilight-Serie eine Weile den Hollywood-Ruhm kosten, ehe ihm die Studios nach seiner ersten Hauptrolle im desaströsen „The Legend of Hercules“ das Vertrauen entzogen. Seither muss er sich in B-Movies verdingen – wie z.B. im vorliegenden SF-Actioner The Osiris Child. Ein Sprungbrett zurück an die Spitze?

    osirischild_cover

    (c) EuroVideo
    Laufzeit: 99 Minuten
    ab 21.09.2017 im Handel
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    Planetare Vertuschungsaktion
    Just als die kleine Indi ihren Vater Kane auf einem abgelegenen Planeten besucht, gibt es im dortigen Gefängnis einen Aufstand, durch den genmanipulierte Kreaturen freigelassen werden, die im Geheimen dort gezüchtet wurden. Auf der Raumstation, wo Kane Dienst tut, wird entschieden, die ganze Sache zu vertuschen, indem ein Reaktor destabilisiert wird. Das wird Tausende Kolonisten das Leben kosten – auch Indi, die in der Hauptstadt Osiris weilt. Kane setzt sich unerlaubt von der Station ab, um seine Tochter zu retten, wird aber abgeschossen. Ihm bleiben nur wenige Stunden, um seine Tochter in einen sicheren Bunker zu schaffen. Der geheimnisvolle Sy hilft ihm dabei.

    Die Story ist nicht unbedingt die Stärke des Films. Zum einen wird (wie in so vielen SF-Geschichten) mal wieder zu klein gedacht (wie soll ein Reaktor den ganzen Planeten ausradieren?), zum anderen bleibt das Warum der Vertuschungsaktion sehr vage und die alternativen Fakten, die stattdessen von der Führung propagiert werden, ergeben wenig Sinn.
    Darüber hinaus wirkt die Geschichte wie ein kruder Mix aus diversen anderen. Eine Gefängnisrevolte mit einem fiesen Gefängnisdirektor, ein bisschen Endzeit-Action a la Mad Max, ein Vertuschungsplot und nicht zuletzt fiese Kreaturen. Leider sind auch die alles andere als überzeugend geraten und sehen aus wie eine Mischung aus Ninja Turtles und „Die Dinos“ und sind auch ähnlich „furchteinflößend“.
    Immerhin – um die (nicht zuletzt durch die Erzählerstimme aus dem Off) sehr vorhersehbare Story spannender zu gestalten, griff Regisseur und Autor Shane Abbess zu dem Kniff, sie nicht chronologisch zu erzählen, sodass wir erst im Nachhinein die Charaktere richtig kennenlernen und so auch unsere Meinung über sie revidieren müssen.

    Dennoch, die genannten Mängel in der Geschichte und bei den Kreaturen sind einfach zu gravierend, als dass es für einen wirklich guten Film noch reichen kann. Das ist schade, denn er hat durchaus packende Szenen zu bieten, ist technisch (von den Kreaturen abgesehen) ordentlich umgesetzt und hat auch ein paar nette Einfälle. Auch die Darsteller wissen zu überzeugen, vor allem Daniel MacPherson (Infini, Shannara) aber auch Kellan Lutz.

    An Extras bietet die Blu-Ray über 50 Minuten Interviews mit Darstellern und der Crew, wobei aber hauptsächlich die üblichen Lobgesänge auf die Kollegen abgesondert werden. Dazu noch ein 9-minütiges B-Roll, dass einen wenig informativen Blick auf die Arbeit am Set liefert.

    Fazit

    Wenngleich The Osiris Child ein paar starke Momente hat und technisch über weite Strecken ordentlich gemacht ist - die klischeebeladene und wenig durchdachte Geschichte und die eher lächerlichen als furchteinflößenden Kreaturen lassen ihn im unteren Mittelmaß versacken.

    Wertung


    Pro

    • einige nette Einfälle
    • für das schmale Budget technisch ordentlich umgesetzt...

    Contra

    • ...mit Ausnahme der eher lächerlichen Kreaturen
    • Geschichte krude aus diversen Subgenre-Klischees zusammengeschustert

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Science-Fiction
    von Jörg Benne 18.Sep.2017 1.936 x gelesen