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Die britischen Hammer-Films standen ab den 30er Jahren für Horrorfilme, machten u.a. Christopher Lee als Dracula zum Weltstar. In den 80er ging das Label den Bach runter, wurde aber jüngst wiederbelebt und konnte mit „Die Frau in Schwarz“ einen ersten Erfolg verbuchen. Nun will man mit „The Quiet Ones“ nachlegen.

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(c) Ascot Elitey
Regie: John Pogue
Laufzeit: 98 Minuten
ab 26.08.2014 im Handel
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Parapsychologie Experimente
Oxford 1974: Professor Coupland will beweisen, dass parapsychologische Phänomene allein auf Dinge zurückzuführen sind, die sich bereits im Hirn des „Besessenen“ befinden. In einem Experiment mit seiner Probandin Jane Harper, die eine Manifestation namens Evey heraufbeschwören kann, will er das nachweisen. Da seine Methoden der Universitätsleitung sauer aufstoßen, zieht sich Coupland mit Jane, zwei Studenten und dem Hobby-Filmer Brian auf ein entlegenes Landhaus zurück, um das Experiment weiter zu verfolgen. Doch es gerät zusehends außer Kontrolle.

Man muss es klar sagen: The Quiet Ones bietet wenig Neues und folgt in vielen Dingen gängigen Genre-Konventionen. Im Grunde haben wir hier einen weiteren Exorzismus-Streifen, nur treibt hier eben kein Priester einen Dämon aus, sondern ein Wissenschaftler will beweisen, dass es gar nichts auszutreiben gibt. Die Frage, ob er mit seiner Theorie recht hat oder nicht, ist neben der Ansiedlung in den 70er Jahren (das Super 8-Flair wird sehr gut eingefangen) der einzige nennenswerte Kniff, der noch einen Hauch von Innovation bringt.

Abgesehen vom gelegentlichen Einsatz von Found Footage ist The Quiet Ones außerdem ein Horrorfilm alter Schule. Suspense steht hier klar im Vordergrund, Gore spielt keine Rolle. Das Ziel, die Spannungskurve hochzuhalten und den Zuschauer durch den einen oder anderen Schockmoment zu packen, gelingt allerdings nur so halbwegs. Klar hat der Film seine Momente, allerdings sind die Höhepunkte etwas zu rar gesät. Außerdem geriet die Geschichte etwas zu verquer, sodass es auch den Figuren und deren Festhalten an der jeweiligen Erklärung für die Ereignisse an Glaubwürdigkeit mangelt. Deshalb kann der Film nicht durchweg fesseln und hätte auch gern 10 Minuten kürzer ausfallen dürfen.

Insgesamt ist der Film aber ordentlich inszeniert und die Schauspieler machen einen guten Job. Vor allem Jared Harris (Sherlock Holmes) und Olivia Cooke als Jane sind hier hervorzuheben. Wer sich mal wieder gruseln will, liegt hier nicht falsch, hat aber auch bessere Alternativen zur Auswahl.

Fazit

The Quiet Ones bedient gängige Klischees und hat außer dem Setting in den 70ern wenig Neues zu bieten. Davon ab ist es ein durchschnittlicher Grusler, wer aber wegen des Hammer-Logos mit großen Erwartungen an den Streifen herangeht, wird enttäuscht sein.

Wertung


Pro

  • gelungenes 70er-Jahre Flair
  • überzeugende Schauspieler

Contra

  • Story etwas verquer
  • viele Klischees, kaum neue Ideen
Kategorien: Filme, Horror
von Jörg Benne 23.Aug.2014 1.329 x gelesen

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