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    Nein, der Zombieknochen ist immer noch nicht abgenagt – denken zumindest die Macher von B-Movies und schicken fleißig weiter Untote in die Videotheken und Verkaufsregale. The ReZort bedient sich beim Computerspiel „Dead Island“ und vor allem bei „Jurassic Park“ und versucht sich noch an ein bisschen Gesellschaftskritik. Hebt das den Film aus der Zombie-Horde hervor?

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    (c) Ascot Elite
    Regie: Steve Barker
    Laufzeit: 90 Minuten
    ab 16.09.2016 im Handel
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    Auf Zombie-Safari
    Ein Zombie-Virus hat 2 Milliarden Menschen das Leben gekostet, doch es gelang die Untoten auszurotten und die Welt ist im Wiederaufbau. Nur auf einer Kanareninsel hausen noch ein paar Untote und Geschäftsleute kamen auf die Idee, daraus einen Vergnügungspark zu machen. Rachsüchtige oder Traumatisierte sollen hier die Gelegenheit bekommen, Untote abzuknallen – all inclusive versteht sich.
    Auch Melanie, die im Krieg gegen die Untoten ihren Vater verloren hat, kommt auf die Insel, um mit ihrer Vergangenheit fertigzuwerden. Doch als sie gerade zu einer Safari aufbricht, kommt es auf der Insel zu einem Computerproblem und plötzlich sind die Urlauber die Gejagten. Können Melanie und ihre Gruppe die Insel rechtzeitig verlassen, ehe sie plattgebombt wird?

    The Rezort lässt sich recht viel Zeit mit seiner Einleitung. Gut ein Drittel der Laufzeit ist schon rum, ehe die Zombiehatz ihren Lauf nimmt. Danach geht alles seinen gewohnten Gang: Eine Gruppe von Überlebenden, die sich aus altbekannten Charakteren (nervige Jugendliche, hartgesottener Veteran, hilfsbereiter Rezort-Mitarbeiter …) zusammensetzt, kämpft gegen die Zombies ums Überleben. Die tauchen meist genau dann auf, wenn man sie erwartet und natürlich sterben die Menschen zuerst, bei denen das Klischee es so will. Natürlich dürfen auch die unvermeidlichen „Er ist infiziert, wir müssen ihn töten“-Situationen nicht fehlen und so wird die Gruppe immer kleiner.

    Wirklich neu ist bei The ReZort wenig. Zugutehalten kann man ihm zumindest den Versuch, Gesellschaftskritik zu üben, auch wenn das eher oberflächlich bleibt und das „große Geheimnis der Insel“ schon in den ersten 10 Minuten dermaßen offensichtlich ist, dass dessen Enthüllung wohl nur sehr unbedarfte Filmegucker überraschen dürfte.
    Vorwerfen muss man dem Film, dass es ihm zu selten gelingt, echte Grusel-Atmosphäre zu erschaffen. Dabei geben sich die Schauspieler (Jessica De Gouw aus Arrow, Dougray Scott (Enigma) und Martin McCann (The Survivalist) alle Mühe, doch der Ablauf der Geschichte ist einfach zu vorhersehbar, als dass man wirklich mit den Figuren mitfiebern könnte.

    Immerhin, von den Effekten ist das ganze ordentlich umgesetzt, abgesehen von ein paar zu offensichtlich geratenen CGI-Einsätzen. Hardcore-Fans bekommen aber wenig Gekröse geboten, für einen Zombiefilm ist der Streifen eher gemäßigt, die 16er-Freigabe geht in Ordnung.
    Extras gibt es nur wenige, ein kurzes Behind the Scenes und knapp 90 Sekunden zu den visuellen Effekten.

    Fazit

    The Rezort ist ein Zombiefilm wie er durchschnittlicher kaum sein könnte. Er folgt altbekannten Genrepfaden, bedient fast jedes Klischee und hat Zombie-Fans wenig Neues zu bieten, aber immerhin ist das ganze ordentlich inszeniert. Wer von Zombies nicht genug bekommen kann, wird hier hinreichend unterhalten, aber es gibt deutlich bessere Genrevertreter.

    Wertung


    Pro

    • versucht Gesellschaftskritik zu üben
    • Inszenierung für Low Budget ordentlich

    Contra

    • Handlung verläuft in altbekannten Bahnen
    • nur selten echte Gruselatmosphäre
    • Spannung eher rar, da Ablauf zu vorhersehbar

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 10.Sep.2016 940 x gelesen