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Asia-Horror hat uns einige Perlen des Genres gebracht und wurde des öfteren von Hollywood mit einem Remake beehrt. Heute ist die große Schwemme vorbei, ins Kino schaffen es asiatische Horrorfilme hierzulande kaum noch einmal. Doch unter den Homevideo-Veröffentlichungen findet sich noch die eine oder andere Perle, gehört „The Second Coming“ dazu?

the2ndcoming

(c) Ascot Elite
Laufzeit: 83 Minuten
ab 27.01.2015 im Handel
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Das unerwünschte Kind
Vor fünfzehn Jahren hatte die Chen-Familie bereits einen Sohn, als Mutter Jen erneut schwanger wurde. Doch die Familie war arm und konnte sich ein zweites Kind nicht leisten, also versuchte Jen selbst abzutreiben. Der Versuch misslang und so wurde Tochter Lucy doch geboren.
An ihrem 15. Geburtstag findet sie ein merkwürdiges Einmachglas in der Nähe des Hauses und öffnet es. Danach ist nichts mehr wie es war. Seltsame Visionen plagen sie, es scheint, als sei ein Geist im Haus. Ist Lucy besessen?

Nach recht verwirrendem Beginn, der wild in der Zeit hin und herspringt, verläuft der Film zunächst eine Weile in ruhigen Bahnen und stellt die Familie vor, die eigentlich ein ganz ruhiges Leben führt. Statt aber die Spannungsschraube nun allmählich anzuziehen, arbeitet Regisseur Herman Yau lieber mit plötzlichen Schocks. Wenn der Geist auftaucht, wird jedoch meist mit vielen aufgeklebten CGI-Effekten gearbeitet, und das sieht dermaßen lachhaft aus, dass man wenig Schrecken empfinden kann. Wenn man zusammenzuckt, dann meist nur, weil die Musik wiedermal einen Schrecken mit einem Tusch ankündigt, der sich dann als laues Lüftchen entpuppt.

Die Schauspieler tun ihr übriges. Zwar können sie nichts für die zum Teil abstrusen Dialoge („Sie wirken in letzter Zeit besorgt, brauchen sie vielleicht einen Exorzisten?“) , aber vor allem Lucys Darstellerin neigt noch dazu zu starkem Overacting und macht ihre Figur so nicht glaubwürdiger.

Die Machart ist dann auch das Hauptproblem dieses billigen Horrorfilms. Die Grundidee hätte nämlich durchaus Potential, doch die Geschichte entwickelt sich derart hanebüchen und die Motivation und das Handeln des Geistes sind so wenig nachvollziehbar, dass man sich als Zuschauer zu Tode langweilt und recht früh aufs Zählwerk schaut, um zu erfahren, wann man den Film hinter sich hat.

Das Ende konnte mich zwar überraschen und liefert sogar eine Erklärung für die eine oder andere Abstrusität, das ändert aber auch nichts mehr am schwachen Gesamtbild.

Fazit

The Second Coming ist Asia-Horror der ganz billigen Art. Die CGI-Effekte sind grauenhaft schlecht, die Musik erstickt jede Überraschung im Keim und auch das Skript kann, abgesehen von ein paar interessanten Einfällen gegen Ende, nicht überzeugen.

Wertung


Pro

  • Grundidee hat Potential

Contra

  • abstruse Dialoge
  • peinliche Effekte
  • aufdringliche Musik
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Kategorien: Filme, Horror
von Jörg Benne 27.Jan.2015 489 x gelesen

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