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    „Es gibt eine Hölle. Das hier ist schlimmer“ heißt es auf dem Cover von The Void. Ein vollmundiges Versprechen oder vielleicht sogar eher eine Warnung bezüglich der Qualität des Low Budget Horrorfilms?

    thevoid

    (c) Ascot Elite
    Laufzeit: 91 Minuten
    ab 19.05.2017 im Handel
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    Mutanten im Krankenhaus
    Als Sheriff Carter einen blutenden jungen Mann am Straßenrand aufgreift und ins nächstgelegene Krankenhaus bringt, ahnt er noch nicht, was ihn erwartet. Erst dreht eine Krankenschwester durch, dann tauchen seltsame Gestalten in Kutten auf, die jeden angreifen, der das Krankenhaus verlassen will und dann stürmen auch noch zwei Rednecks ins Hospital, die den jungen Mann unbedingt umbringen wollen. Als dann die durchgedrehte Krankenschwester auch noch grausig mutiert, nimmt das Grauen seinen Lauf.

    The Void ist eine Hommage an die Body-Horrorsteifen der 80er. Der eine oder andere frühe Cronenberg-Film aber vor allem „Hellraiser“ sowie die beiden Carpenter-Filme „Das Ding aus einer anderen Welt“ und „Fürsten der Dunkelheit“ standen ganz offensichtlich Pate. Wer schon mit den Originalen nichts anfangen konnte, braucht hier gar nicht weiterzulesen, für den ist The Void sicher nicht gemacht.

    Wer auf handgemachte Ekelkreaturen mit Tentakeln, Auswüchsen und wer weiß was noch steht, der kommt hier jedoch auf seine Kosten. Steven Kostanski, einer der beiden Regisseure, ist schon bei einigen Großproduktionen für das MakeUp und die Effekte zuständig gewesen und tobt sich hier so richtig aus. Das Ergebnis sieht dann angesichts des schmalen Budgets zwar meist so aus, als stamme es immer noch aus den 80ern, aber das tut der düsteren Atmosphäre des Films keinen Abbruch, die dank der düsteren Bilder und des passenden Soundtracks vorherrscht.

    Abstriche muss man dafür beim Inhalt machen. Im Verlauf agieren einige der Personen etwas seltsam, generell bleibt vieles im Unklaren und die unbekannten Schauspieler tun zwar ihr bestes, sind aber sicherlich auch nicht die Aktivposten. Auch beim Schnitt wundert man sich das eine oder andere Mal, wie diese gesetzt sind. Das ist schade. Mit einem besseren Drehbuch und ein paar mehr eigenen Ideen hätte The Void durchaus ein großer Wurf werden können. So bleibt es eben bei einer sehenswerten Hommage, die aber an die Originale nicht heranreichen kann.

    Fazit

    The Void ist eine gelungene Hommage an die Body-Horrorfilme der 80er Jahre. Wer auf handgemachte Ekel-Mutationen steht, bekommt hier visuell und atmosphärisch einiges geboten. Technisch und vor allem inhaltlich hapert es allerdings hier und da, sodass es nur zu einer mittleren Wertung reicht.

    Wertung


    Pro

    • gelungene Hommage
    • ordentliche, handgemachte Kreaturen
    • düstere Atmosphäre

    Contra

    • kleine technische Mängel
    • Story recht wirr

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 10.Mai.2017 998 x gelesen