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    Hollywood trifft auf Eastern, das hatten wir erst kürzlich mit The Great Wall. Bei The Warriors Gate schlossen sich nun Frankreich in Person von Luc Besson (Drehbuch, Produzent) und China (mehrere Hauptdarsteller, Kostüme, Kampfchoreos) zusammen, diesmal mit dem Ziel, einen familienfreundlichen Fantasy-Eastern abzuliefern. Mission geglückt?

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    (c) Universum Film
    Regie: Matthias Hoene
    Laufzeit 105 Minuten
    ab 29.09.2017 im Handel
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    Vom Spiele-Nerd zum Prinzessinen-Retter
    Der Jugendliche Jack ist im Videospiel als Black Knight eine große Nummer, im wahren Leben läuft es hingegen schlecht. Mitschüler mobben ihn, seine alleinerziehende Mutter kämpft mit Geldsorgen und zu allem Überfluss droht ihnen sogar die Zwangsversteigerung des Hauses.
    Doch als Jack aus dem chinesischen Laden, in dem er nebenbei arbeitet, einen großen Krug mit nach Hause nimmt, ändert sich sein Leben schlagartig, denn dieser ist ein Portal ins alte China. Plötzlich steht ein kaiserlicher Leibwächter an seinem Bett, hält ihn für den wahren Black Knight und übergibt ihm die Prinzessin Su Lin, die er vor den Schergen des Barbarenanführers Arun beschützen soll. Dieses Abenteuer führt Jack schließlich selbst ins alte China.

    Dass der Film familienfreundlich sein will, bemerkt man recht schnell. Die Story vom gemobbten Jugendlichen, der wider Willen zum Helden wird und schlussendlich natürlich auch zuhause seine Probleme löst, ist zwar altbekannt, wird hier aber mit viel Charme und vor allem viel Humor erzählt. Der driftet zwar ab und an ins Alberne ab, das ist angesichts der Zielgruppe aber zu verschmerzen.

    Actionreich ist der Film von Beginn an, einmal im alten China angekommen dominieren dann aber Schwertkämpfe und anderer Kampfszenen, dazu unterhält der Film den Zuschauer mit der Unbedarftheit von Jack, der sich in der ungewohnten Umgebung zurechtfinden muss. Wirklich episch wird es dabei allerdings nicht, das eigentliche Abenteuer ist in weniger als einer Stunde erzählt, der Rest der Laufzeit geht für die Rahmenhandlung in unserer Zeit drauf. Inhaltlich hat der Film dabei wenig Neues zu bieten und ist total vorhersehbar, nimmt sich aber zum Glück zu keiner Zeit ernst und hat einige sehenswerte Kampfchoreos zu bieten, sodass man über die eher platte Story und diverse Plotholes hinwegsehen kann.

    Das Ensemble, im wesentlichen bestehend aus zwei chinesischen Stars, dem bestenfalls aus TV-Serien bekannte Jungdarsteller Uriah Shelton sowie Dave Bautista (Guardians of the Galaxy) als Bösewicht, ist sichtlich mit Spaß bei der Sache. Der Film ist straff inszeniert, wenngleich man den Rahmenteil vielleicht ein wenig hätte kürzen können, um das Abenteuer noch ein wenig auszubauen. Die Gags sitzen überwiegend, die Kampfszenen sind auf ordentlichem Niveau und – wie gesagt: familienfreundlich – gänzlich unblutig.

    An Extras bietet die Blu-Ray fünf kurze Interviews mit den Hauptdarstellern und dem Regisseur, die aber wenig Erhellendes beinhalten.

    Fazit

    The Warriors Gate ist ein kurzweiliger Familien-Eastern mit altbekannter Story und wenig Überraschungen. Wer auf Eastern steht und seinen jugendlichen Kindern mal fernöstliche Kampfkunst unblutig näherbringen will, sollte dem Film eine Chance geben. Wer brachiale Martial Arts-Fights sehen will, ist hier allerdings falsch.

    Wertung


    Pro

    • familienfreundliche Action
    • Cast mit Spaß bei der Sache
    • Humor für die Zielgruppe passend

    Contra

    • Story ziemlich ausgelutscht
    • einige Plotholes

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 25.Sep.2017 1.032 x gelesen