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2010 feierte Thor sein Leinwand-Debüt im Zuge der Vorbereitungs-Filme für The Avengers. Der Hammerschwinger bekam es darin vor allem mit seinem verräterischen Bruder Loki zu tun, hatte aber auch mit seinem eigenen Hochmut zu kämpfen.
Nun sitzt Loki im Verlies und Thor hat sich zum verantwortungsvollen Krieger entwickelt, dennoch warten neue Abenteuer auf ihn.

Böse Dunkelelfen

Zwei Jahre sind seit den Ereignissen des ersten Films vergangen und abgesehen von seinem New Yorker Intermezzo in „The Avengers“ hatte Thor alle Hände voll damit zu tun, das Chaos auf den neun Welten zu beseitigen, dass die Zerstörung des Bifröst in Teil 1 angerichtet hatte.
Jane sucht derweil immer noch nach Thor, zugleich nähert sich die Zeit der Konvergenz, wenn alle neun Welten in einer Reihe liegen und es zu diversen Anomalien kommt. So stößt Jane auf den Äther, eine jahrtausendealte Macht, die der Dunkelelf Malekith einst nutzen wollte, um die Herrschaft Asgards zu brechen und das dunkle Königreich wieder zu erschaffen. Der Äther fährt in Jane und das ruft nicht nur Thor auf den Plan, der seine Geliebte nach Asgard bringt, sondern auch Malekith, der mit aller Macht Asgard attackiert. Thor muss Loki um Hilfe bitten, um den Dunkelelf aufzuhalten.

Ein bisschen dünn ist die Geschichte ja schon, die uns hier präsentiert wird. Gerade dass Jane nur durch den reichlich zufälligen Äther-Fund überhaupt eingebunden wird, wirkt ein wenig gewollt. Dass dann auch mal wieder irgendwer durch ein besonderes Artefakt das ganze Universum bedroht und Thor sich mit seinem verräterischen Bruder rumschlagen muss, der natürlich wieder eigene Pläne verfolgt, ist auch nichts Neues – nein, einen Innovationspreis gewinnt man mit der Geschichte sicherlich nicht.

Dazu passt dann auch, dass man jegliche Figurenentwicklung diesmal vergeblich sucht. Eigentlich alle verharren in ihrem Status Quo, Jane als staunende Verliebte, Thor als mutiger Krieger, Loki als undurchsichtiger Verräter und der Obermotz, der alles vernichten will und dafür über Leichen geht, alles altbekannt und vertraut. Neue Helden auf der guten Seite sucht man übrigens auch vergebens.

Aber das macht ja nichts, denn der Hammerschwinger hat wieder gut zu tun, wobei diesmal die Erde eher ein Nebenschauplatz ist und „nur“ in London ein paar Dinge zu Bruch gehen. In Sachen Action brennt Thor: The Dark Kingdom ein ordentliches Feuerwerk ab und bietet dabei wieder diese eigenwillige Mischung aus Realität, Fantasy (Schwert und Schild) und Science-Fiction (Anomalien, Raumschiffe), die die Thor-Filme auszeichnet – auch wenn man sich schon fragen kann, warum die Asen einerseits noch Schwerter benutzen, wenn sie doch andererseits Laserkanonen auf ihren Geschütztürmen haben. Das übersieht man aber schnell, weil der Film sich zum Glück nicht ernst nimmt und neben Schauwerten vor allem mit Humor und Selbstironie zu punkten weiß.

Fazit

Aus einer recht dünnen und alles andere als neuen Geschichte wurde hier routiniert inszeniertes Superhelden-Popcorn-Kino bereitet, das zwar Tiefgang nahezu gänzlich vermissen lässt, aber vor allem dank stimmiger Action, guter Effekte und viel Humor gut unterhält.

Wertung


Pro

  • sehenswerte Action
  • viel Humor und Selbstironie

Contra

  • Figuren recht platt, keine Entwicklung
  • altbekannte Konstellationen (Loki vs. Thor …)
  • insgesamt einfallslose Geschichte
Kategorien: Fantasy, Filme
von Jörg Benne 17.Mrz.2014 1.605 x gelesen

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Thor: The Dark Kingdom
Publisher Disney Marvel
Regie Alan Taylor
Genre Action
Länge108 Minuten
Altersfreigabeab 12 Jahren
Weitere Infos
Termine
DVD/Blu-Ray20.03.2014 Kaufen
 

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